Trotz seiner Ansprüche auf das Kapitänsamt in der deutschen Nationalmannschaft befürchtet Philipp Lahm keine Differenzen mit Michael Ballack.

"Für mich gibt es da überhaupt keine Probleme, denn keiner von uns beiden hat irgendetwas Schlimmes gesagt. Ich werde Michael ganz normal begegnen", sagte Lahm im Interview zu "Eurosport" und wollte damit im Vorfeld der anstehenden EM-Qualifikationsspiele der DFB-Auswahl in Belgien (3. September) und gegen Aserbaidschan etwas Brisanz aus der Diskussion nehmen.

"Es wäre schlimm gewesen, wenn ich gesagt hätte, dass ich nicht Kapitän bleiben möchte, denn das wäre der Mannschaft gegenüber unfair gewesen, und mir hätte es kein Spaß gemacht. Ich habe damals auf eine einfache Frage einfach geantwortet, nämlich mit Ja", so Lahm weiter.

Der Münchner hatte bei der WM anstelle des verletzten Ballack die Spielführerbinde getragen und in Südafrika erklärt, dass er auch in Zukunft Kapitän des deutschen Teams bleiben wolle.

Ballack, der am Donnerstag bei Bayer Leverkusen im Playoff-Hinspiel der Europa League gegen Tawrija Simferopol (3:0) ein starkes Comeback gegeben hatte, geht seinerseits davon aus, dass er Kapitän der DFB-Auswahl bleibt.

"Die Entscheidung liegt sowieso beim Bundestrainer", sagte Lahm. Joachim Löw hat angekündigt, dass er nach einem persönlichen Gespräch mit Lahm und Ballack Anfang September entscheidet, wer die deutsche Nationalmannschaft künftig als Kapitän anführt.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel