Bastian Schweinsteiger hat sich erneut für Michael Ballack als Kapitän der Nationalmannschaft ausgesprochen, hält die Diskussion um die "K-Frage" allerdings für völlig überhöht. "Für die Öffentlichkeit und die Medien ist das wichtig, für uns Spieler nicht. Joachim Löw weiß bestimmt schon, wen er als Kapitän nimmt. Und er ist unser Vorgesetzter, er entscheidet das", sagte Schweinsteiger der "Süddeutschen Zeitung".

Löw gibt am Freitag sein Aufgebot für die Länderspiele Anfang September gegen Belgien und Aserbaidschan bekannt.

Eine einfache Entscheidung sei die Benennung des Kapitäns laut Schweinsteiger nicht. Sowohl Ballack als auch Schweinsteiger hätten einen eigenen Stil, ein Team zu führen: "Beide machen ihre Sache gut, aber ich möchte jetzt hier wirklich keine Jury sein."

Schweinsteiger selbst tendiert zu Ballack. "Er hat viel für die Nationalelf geleistet, und wäre er nicht verletzt gewesen, gäbe es diese Debatte doch gar nicht", sagte der Mittelfeldspieler des deutschen Rekordmeisters Bayern München. Dass er selbst das Amt übernehmen könnte, hält der 26-Jährige offenbar für ausgeschlossen.

"Das Amt ist eine Ehre, klar. Aber ich denke, auf dem Platz kann man auch ohne Binde Verantwortung übernehmen", sagte Schweinsteiger.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel