Teammanager Oliver Bierhoff hat bei der Fußball-Nationalmannschaft vor dem Auftakt der EM-Qualifikation eine neue Zeitrechnung ausgerufen und hält die Diskussionen um den künftigen DFB-Kapitän für völlig überzogen.

"Es sind viele Chefs auf dem Platz gefragt. Man hat ja bei der WM gesehen: Einer alleine kann es nicht. Von der Generation her sind das jetzt alles Spieler, die flache Hierarchien wollen, und nicht mehr, dass einer den Leitwolf gibt", sagte Bierhoff beim Treffen der DFB-Auswahl in Frankfurt/Main.

Am Mittwoch wird Bundestrainer Joachim Löw seine Entscheidung in der K-Frage bekannt geben. Derzeit deutet alles darauf hin, dass Ballack Kapitän bleibt, wenn er wieder vollkommen fit ist und zur Startformation beim WM-Dritten zählt. Ansonsten trägt WM-Kapitän Philipp Lahm die Binde.

Gegen Belgien in Brüssel am Freitag und gegen Aserbaidschan am kommenden Dienstag in Köln (beide 20.45 Uhr) wird also wieder Lahm die Mannschaft auf das Feld führen. "Letztendlich hat man ja auch an den Aussagen der Spieler gesehen, dass es für sie nicht so wichtig ist, wer Kapitän ist", sagte Bierhoff.

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