Oliver Kahn hat das mögliche Vorhaben von Bundestrainer Joachim Löw kritisiert, künftig auf mehrere Kapitäne im Nationalteam zu setzen. Deshalb rät er Michael Ballack dazu, seine Rolle in der Auswahl zu überdenken.

"Ballack muss für sich entscheiden, ob er sich in so eine Situation begeben möchte. Ich bin kein Freund solcher Teillösungen. Das führt meistens zu weiterer Unruhe und ständigen Diskussionen", sagte Kahn der "AZ". Der ehemalige Nationalkeeper riet dem "Capitano" sich sehr gut zu überlegen, "ob er sich diesen Stress noch antut".

Kahn sprach sich für einen "klaren und eindeutigen Kapitän" aus: "Ein Trainer muss im Idealfall sagen: "Ich stehe zu 100 Prozent zu meinem Kapitän, das ist mein erster Ansprechpartner." Ballack könne der jungen Mannschaft mit seinem Potenzial und seinen Leaderqualitäten noch helfen, allerdings müsse er die totale Unterstützung des Trainerstabes und der Mannschaft haben.

Löw plant offenbar mit Ballack als Kapitän 1a. Sein Herausforderer Philipp Lahm als Kapitän 1b soll allerdings die Binde übernehmen, wenn Ballack nicht den Sprung ins Team schafft.

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