209 deutsche Hooligans sind nach Krawallen am Rande des EM-Qualifikationsspiels zwischen Belgien und Deutschland (0:1) in Brüssel vorübergehend festgenommen worden.

Dies gab der DFB am Samstag bekannt. Nach Feststellung der Personalien wurden die Randalierer im Laufe des Abends und der Nacht aber alle wieder freigelassen.

Nach dem Match blieb in Brüssel alles ruhig.

"Die Polizei hat hart und konsequent durchgegriffen", sagte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach. Bis zu 700 gewaltbereite Anhänger waren nach Informationen des DFB am Freitag nach Belgien gereist, um Krawalle anzuzetteln.

Vor allem in der Innenstadt von Brüssel kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Randalierern und Sicherheitskräften.

Die Bundespolizei hatte im Vorfeld des Spiels 42 sogenannten "Gewalttätern Sport" die Ausreise verweigert.

Insgesamt untersuchte die Polizei etwa 1500 Personen. Zu den Ausreiseverweigerungen kamen noch eine Strafanzeige wegen Volksverhetzung und eine wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.

Als Gewalttäter Sport eingestufte Hooligans müssen sich normalerweise an Spieltagen bei Polizeistationen in ihrem Wohnort melden.

Das größte Problem war, dass der belgische Verband ohne Rücksprache mit dem DFB rund 6500 Tickets an deutsche Fans verkauft hatte.

Die Besitzer dieser Karten sind - anders als bei den 2500 offiziell vom Verband verkauften Tickets - nicht eindeutig zu ermitteln.

Der DFB teilte mit, dass insgesamt 9000 deutsche Anhänger im Stadion waren. Niersbach hatte im Vorfeld bei der UEFA gegen das Verhalten des belgischen Verbandes protestiert, der die Tickets offenbar ungefiltert an deutsche Fans verkauft hatte.

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