Bundestrainer Joachim Löw hat vehement Behauptungen widersprochen, den derzeit verletzten Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack intern schon aussortiert zu haben. "Wenn ich der Meinung wäre, Michael könnte uns nicht mehr helfen, hätte ich ihm das längst gesagt. Das ist aber nicht so", sagte Löw der "Süddeutschen Zeitung".

Sollte er für einen Spieler dauerhaft keine Chance im DFB-Team mehr sehen, erfahre dieser das auch, versicherte Löw: "Sobald ich eine endgültige Entscheidung getroffen habe, informiere ich sofort den Spieler."

Auch wenn für Ballack die Tür im Nationalteam nicht zu ist, muss sich der 98-malige Nationalspieler doch darauf einstellen, keine Sonderrolle in Löws Ensemble mehr zu haben. "Ich will den Konkurrenzkampf!", erklärte der Bundestrainer der "SZ".

Zum einen sollen deshalb in Zukunft auch weiter junge, aufstrebende Profis wie Kevin Großkreutz ihre Chance bekommen. Zum anderen muss sich aber auch der ehemalige Platzhirsch Ballack dem Leistungsprinzip stellen. Löw rechnet allerdings nicht damit, dass der Leverkusener davor zurückschreckt:

"Michael hat die Erfahrung und Klasse, er wird um seinen Platz kämpfen."

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