Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Sportdirektor Matthias Sammer kämpfen gemeinsam um in Deutschland geborene Nachwuchsspieler mit Migrationshintergrund.

Zuletzt hatte sich Mehmet Ekici vom 1. FC Nürnberg gegen eine Zukunft in der deutschen Nationalelf und für die Türkei entschieden. Nun buhlt der dortige Verband auch um Innenverteidiger Ömer Toprak vom SC Freiburg.

"Ich werde mit dem Spieler ein Gespräch führen und ihm Perspektiven beim DFB aufzeigen. Wir wissen, dass der türkische Verband teilweise aggressiv um junge Spieler wirbt, die in Deutschland zu Hause sind. Wir werden nicht den ganz großen Druck aufbauen, mit ihnen aber offen und ehrlich reden, ohne Versprechungen zu machen", sagte Löw der "Bild"-Zeitung.

Zuvor hatte bereits Sammer die Methoden des türkischen Verbandes kritisiert. "Da stellt sich die Frage nach der Moral. Und wenn das auch noch an Spieltagen passiert, auch nach der Seriosität", sagte der Europameister von 1996, der aber ebenfalls betonte, die Spieler mit ausländischen Wurzeln nicht unter Druck setzen zu wollen.

"Wir kämpfen natürlich um diese Spieler. Aber wir können nicht mit jedem Spieler, der einen Migrationshintergrund hat, jede Woche ein Gespräch führen. Wenn sich ein Spieler anders entscheidet, haben wir das zu akzeptieren", sagte Sammer.

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