Trotz des Kompetenzgerangels mit Bundestrainer Joachim Löw und einiger Interessenten aus der Bundesliga will Matthias Sammer DFB-Sportdirektor bleiben.

"Ich bin gerne Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes. Für mich geht es einzig um die effektive inhaltliche Arbeit im Nachwuchsbereich. Für mich ist entscheidend, dass wir den eingeschlagenen Weg mit Konsequenz und Nachhaltigkeit weitergehen. Ich bin überzeugt davon, dass das 2011 auch fortgeführt wird", sagte Sammer im Interview mit "dfb.de".

Sammer hatte im vergangenen Jahr im Streit mit Bundestrainer Löw um die Weiterbeschäftigung von U-21-Coach Rainer Adrion den Kürzeren gezogen. Der DFB hielt trotz des Scheiterns in der EM- und Olympia-Qualifikation an dem Trainer fest, der von Löw gestützt wird.

Sammer, dessen Kompetenzen daraufhin von DFB-Boss Theo Zwanziger eindeutig eingeschränkt wurden, will auch 2011 ein streitbarer Geist bleiben.

"Ich werde unsere Tätigkeiten aber auch im kommenden Jahr immer wieder kritisch hinterfragen. Denn meiner Meinung nach kann sich eine fruchtbare Atmosphäre nur aus einer kritischen Auseinandersetzung entwickeln", sagte Sammer, für den bei der Förderung der DFB-Junioren trotz der derzeitigen Durststrecke die Weltspitze der Maßstab bleibt.

Sammer kündigte an, die Trainer-Ausbildung zu reformieren und einen Lehrgang für verdiente Bundesliga-Profis anzubieten. "Dazu haben wir uns im Oktober mit Stefan Effenberg, Oliver Kahn, Jens Lehmann und Mehmet Scholl ausgetauscht. Es muss im Interesse des DFB sein, diese und weitere Persönlichkeiten, die dem Fußball viel gegeben haben, auch für die Zukunft zu gewinnen. Diesen Spielern wollen wir anbieten, den Fußball-Lehrer-Lehrgang zu absolvieren", sagte Sammer.

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