Präsident Uli Hoeneß vom Rekordmeister Bayern München hat dem DFB im Zusammenhang mit der Ansetzung von Länderspielen zu Testzwecken wie am Dienstagabend in Mönchengladbach gegen Australien Geldmacherei vorgeworfen.

"Das Spiel kann man sich schenken. Das wird ja auch nicht gemacht, um zu testen. Sondern da gibt es fünf Millionen Euro für den DFB. Die bauen dann den siebten Silo (hier: Geldspeicher, d.Red.), laden uns aber nicht mal zur Grundsteinlegung ein", sagte Hoeneß am Montagabend bei einem Gespräch im Rahmen des Kulturforums der Düsseldorfer Stadtsparkasse.

In der entscheidenden Phase der Saison müsse ein Testspiel gegen Australien nicht sein, schließlich gehe es in der Liga "um Meisterschaft und Existenzen", sagte Hoeneß. Außerdem bezweifelte er den Wert solcher Spiele generell. "Da kann man überhaupt nichts testen. Die Bundesliga ist auf dem Weg, die beste Liga der Welt zu werden. Die Spiele dort sind besser als jeder Test. Ein Trainingsspiel bei Bayern, Team A gegen Team B, ist besser bestückt als das Spiel gegen Australien", sagte er.

Grundsätzlich hält Hoeneß jedoch viel von der deutschen Nationalmannschaft. Neben Titelverteidiger und Weltmeister Spanien sieht er den DFB bei der EURO 2012 in Polen und der Ukraine als Favoriten auf den EM-Pokal. "Ich denke, dass Deutschland und Spanien das Nonplusultra in Europa sind und nächstes Jahr den Titel unter sich ausmachen werden", sagte er.

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