Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vom deutschen Rekordmeister Bayern München hat sich für eine Abschaffung der Freundschaftsspiele der Nationalmannschaften ausgesprochen.

"Es soll nur noch Qualifikationsspiele geben, keine Freundschaftsspiele mehr. Quali-Spiele braucht man sechs pro Jahr, dazu alle zwei Jahre ein Turnier - basta!", sagte Rummenigge im "tz"-Interview. Lediglich vor den großen Turnieren sollte es Testspiele geben, so Rummenigge.

In diesem Zusammenhang kritisierte der Europameister von 1980 auch die bevorstehenden Länderspieltermine der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB):

"Wir haben am 14. Mai das letzte Spiel - und eigentlich spielt Deutschland erst am 3. Juni gegen Österreich. Vorher ist aber noch dieses Spiel in Hoffenheim, das eigentlich gar nicht im Terminkalender steht! Das heißt: Jetzt wartet ganz Fußball-Europa drei Wochen darauf, dass diese Länderspiele stattfinden. Und das ist ein Akt der totalen Unzufriedenheit."

Deutschland bestreitet ein Länderspiel gegen Uruguay (29. Mai) sowie die EM-Qualifikationsspiele in Österreich (3. Juni) und Aserbaidschan (7. Juni).

"Alle Klubs in Europa sind stocksauer auf die FIFA und die UEFA, die einen Kalender machen, der nur noch auf die Verbände ausgerichtet ist. Es wird überhaupt keine Rücksicht mehr auf die Klubs und vor allem auf die Spieler genommen. Die Spieler bräuchten nach so einem Jahr mindestens vier Wochen Urlaub", meinte Rummenigge.

Nach ihrem letzten Spiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky und Liga total!) gegen den VfB Stuttgart bestreiten die Bayern in Absprache mit ihrem künftigen Trainer Jupp Heynckes noch drei Freundschaftsspiele.

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