DFB-Kapitän Michael Ballack hat in der deutschen Nationalmannschaft keine Zukunft mehr, und auch WM-Spielführer Philipp Lahm muss sich wieder umstellen:

Während sich der 34-jährige Ballack beim Länderspiel gegen Brasilien am 10. August in Stuttgart mit einem letzten Auftritt höchstens noch aus der DFB-Elf verabschieden darf, wird Verteidiger Lahm wohl auch in der Nationalmannschaft in Zukunft wieder auf der linken Abwehrseite spielen.

"Ich kann mir durchaus vorstellen, dass ich mich den Bayern anpasse, wenn Philipp Lahm wieder auf die linke Seite rückt. Mit Blick auf die EM im kommenden Jahr wäre es nicht ideal, wenn er dann alle drei oder vier Spiele wieder die Seite wechseln müsste.

Auf der linken Seite spielt er offensiv auch etwas spektakulärer", sagte Löw am Freitag zwei Tage vor dem Benefizländerspiel gegen Uruguay in Sinsheim (20.00 Uhr).

Dagegen scheint die Uhr für Leverkusens Mittelfeldspieler Ballack in der DFB-Auswahl nach 98 Länderspielen endgültig abgelaufen zu sein. Nach dem Spiel gegen Uruguay und den anschließenden EM-Qualifikationsspielen in Österreich am 3. Juni und vier Tage später in Aserbaidschan kündigte Löw eine Entscheidung im "Fall Ballack" an.

Sollte Ballack gegen Brasilien kein inoffizielles Abschiedsspiel absolvieren wollen, wird seine Karriere im DFB-Trikot dann wohl enden.

"Ich habe gesagt, dass wir die Position nach den Ausfällen von Schweinsteiger und Bender mit Träsch, Kroos und Rolfes besetzen können. Ich habe Vertrauen in die Mannschaft, die ich für diese drei Länderspiele nominiert habe", sagte Löw und fügte an:

"Mit Michael habe ich die Dinge offen diskutiert. Wir werden nach den Spielen ein abschließendes Gespräch führen und dann gemeinsam entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um sich zu äußern", sagte Löw.

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