Bundestrainer Joachim Löw ist anspruchsvoller beim Auswählen seiner Spieler geworden. "Ein gutes Jahr Bundesliga reicht mir nicht", erklärte Löw in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung".

"Wenn Deutschland gegen Spanien spielt, ist die Qualität unglaublich hoch, so extrem wie höchstens in der Spitze der Champions League. Auf diesem Niveau bewegen wir uns mit der Nationalelf, das hat meine Ansprüche steigen lassen", meinte der Bundestrainer.

"Es gibt einen Unterschied zwischen einem sehr guten Bundesligaspieler und einem, der uns auf der internationalen Ebene weiterbringt", fuhr er fort.

Besonders die zweite Garde muss sich beweisen. "Ich habe mich nach der WM hingesetzt und mich gefragt: Bin ich mit den Kaderplätzen 15 bis 20 noch zufrieden, oder sind da Spieler dabei, die in ihrer Entwicklung stehen geblieben sind? Wenn kein Fortschritt zu erkennen ist, dann reagiere ich", stellte Löw klar.

Damit meinte der Bundestrainer vor allem Spieler wie Marcell Jansen oder Marko Marin, die ein schwaches Jahr hinter sich haben.

"Im Moment sehe ich anderer Spieler wie Schürrle, Reus oder Großkreutz vor ihm", erklärte Löw im Bezug auf Marin.

Jansen müsse an seiner Fitness arbeiten "und dann eine Saison in Hamburg professionell durchziehen", sonst werde Löw auf ihn verzichten.

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