Der ehemalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann sieht die deutsche Nationalmannschaft auf einer Stufe mit dem Welt -und Europameister Spanien.

"Die Mannschaft ist jetzt reif genug, um im nächsten Jahr Europameister zu werden. Das muss auch ihr Anspruch sein. Wir sind jetzt das Team, das Spanien als Nummer eins im Weltfußball angreifen muss", sagte Klinsmann und fügte an: "Die Talente sind vorhanden. Das nötige Selbstvertrauen ist nach den letzten beiden großen Turnieren da, das spielerische Niveau auch, und wir haben die unerlässlichen Erfahrungswerte."

Sein Nachfolger Joachim Löw habe seit der WM 2010 in Südafrika "eine ständige Weiterentwicklung vorangetrieben, die man nur mit vielen Komplimenten begleiten kann. Es ist toll zu sehen, welche Früchte gereift sind aus dem, was MV (Gerhard Mayer-Vorfelder, d. Red.) als damaliger DFB-Präsident vor über zehn Jahren in Sachen Talentförderung in die Wege geleitet hat", sagte der 46-Jährige.

Trost spendete der frühere Torjäger noch einmal der deutschen Frauen-Nationalmannschaft, die bei der WM im Viertelfinale am späteren Weltmeister Japan gescheitert war.

Dies sei für die vielen jungen Spielerinnen "eher ein Lernprozess. Sie sollen und müssen nach vorne blicken. Wie wir in den 90er Jahren. Damals hatten wir 1994 bei der WM in den USA auch ein Turnier vergeigt und wurden zwei Jahre später Europameister."

Grundsätzlich habe die WM mit ihrer "großen positiven Ausstrahlung" dem Frauen-Fußball "einen großen Schub" gegeben: "Es ist ohnehin gigantisch, was mit dem Frauenfußball erreicht wurde in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland. Diese gestiegene Wertschätzung hat der Frauenfußball auch verdient."

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