Mit Unverständnis und Sarkasmus hat Torhüter Roman Weidenfeller vom Deutschen Meister Borussia Dortmund auf die angekündigte erneute Nichtnominierung für die Nationalmannschaft reagiert.

"Ich hatte früher schon mal einen Spruch auf den Lippen, der sehr böse ist. Aber den verkneife ich mir lieber. Vielleicht sollte ich mir aber die Haare schneiden, oder einfach etwas zierlicher werden", sagte der 31-Jährige in den "Ruhr Nachrichten".

Nach der Absage des verletzten Leverkuseners Rene Adler wird Bundestrainer Joachim Löw den Dortmunder voraussichtlich erneut nicht einmal als Nummer drei hinter dem Münchner Manuel Neuer und Bremer Tim Wiese für die EM-Qualifikationsspiele gegen Österreich (2. September) und Polen (6. September) nominieren.

Stattdessen steht der Hannoveraner Ron-Robert Zieler nach nur 18 Bundesliga-Einsätzen vor der erstmaligen Berufung in den Kader.

Bundestorwarttrainer Andreas Köpke hatte die Entscheidung wie folgt begründet: "Er gehört mit seinen 22 Jahren zu der jungen Generation, die das moderne Torwartspiel verkörpern, das wir beim DFB wollen."

Weidenfeller konterte im "kicker": "Selbst wenn jetzt ein junger Torwart ausfällt, gibt es bestimmt noch irgendwo jüngere, die dann eingeladen werden."

In seiner Spielweise sieht sich der BVB-Keeper als ein Vertreter der "modernen" Torhüter. "Haben sie unser 1:0 gesehen? Ball abgefangen, sofort abgeworfen und damit ein Tor eingeleitet. Macht das nicht einen modernen Torhüter aus?", wird Weidenfeller zitiert.

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