Der Hickhack beim DFB geht weiter:

Der frühere Schiedsrichter-Obmann Manfred Amerell machte am Montag überraschend einen Rückzieher und wird nun doch nicht am Mediationsverfahren teilnehmen.

Grund dafür ist die wenige Stunden zuvor erfolgte Entschuldigung von "Vize" Rainer Koch bei DFB-Präsident Theo Zwanziger.

Anlass für die Verstimmung der beiden Verbands-Funktionäre in den letzten Tagen war ein Treffen von Koch mit Amerell, über das der Vizepräsident aus Poing seinen Vorgesetzten Zwanziger offenbar nicht informiert hatte.

"Verwundert über dieses fragwürdige demokratische Grundverständnis innerhalb des weltgrößten Sportfachverbandes der Welt lässt Manfred Amerell mitteilen, dass mit dieser Entwicklung dem von Dr. Rainer Koch ganz entscheidend vermittelten Mediationsverfahren jegliche Vertrauensgrundlage entzogen wurde und die zuletzt noch signalisierte Gesprächsbereitschaft mit Prof. Dr. Dr. Wolfgang Huber nunmehr nicht mehr besteht", teilte Amerell-Anwalt Jürgen Langer schriftlich mit.

An dem Treffen in Frankfurt, bei dem sich Koch entschuldigte, hatte neben neben ihm und Zwanziger auch der vom DFB-Boss beauftragte Mediator Wolfgang Huber teilgenommen.

Der DFB teilte zudem mit, dass Zwanziger und Koch die im Präsidium zwingend erforderliche vertrauensvolle Zusammenarbeit durch einen Ressorttausch erleichtern und wiederherstellen wollen. Berufsrichter Koch wird künftig den Aufgabenbereich "Prävention, Integration, Freizeit- und Breitensport" von Rolf Hocke betreuen.

Hocke hat sich indes bereit erklärt, Kochs bisheriges Ressort "Rechts- und Satzungsfragen" zu übernehmen. Die Verabredung zum Tausch der Zuständigkeiten steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des DFB-Präsidiums und des DFB-Vorstandes.

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