Zwei Jahre nach dem Tod von Robert Enke hat die deutsche Nationalmannschft ihrem ehemaligen Torhüter gedacht.

"Wir haben Robert immer im Herzen. Unsere Gedanken sind heute bei seiner Frau Teresa und der gesamten Familie", sagte Manager Oliver Bierhoff.

Im Auftrag der Mannschaft, des Trainerteams und des Betreuerstabs legte DFB-Vizepräsident Karl Rothmund am Grab von Enke auf dem Friedhof Empede bei Hannover einen Kranz nieder. Weitere Kränze wurden vom DFB, Enkes letztem Verein Hannover 96 und der Robert-Enke-Stiftung niedergelegt.

Teresa Enke besuchte mit Vertretern der Stiftung und Freunden das Grab ihres Mannes, der unter Depressionen litt und sich am 10. November 2009 das Leben nahm.

DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger würdigte das Wirken der im Januar 2010 gegründeten Robert-Enke-Stiftung, die die Akzeptanz der Krankheit Depression in der Gesellschaft versucht zu verbessern und depressiven Profisportlern zu helfen: "Wir Fußballer sind stark in dieser Gesellschaft. Wir können positive wie negative Akzente setzen. Man muss bereit sein, auch über Schwächen offen zu reden und sie nicht immer nur zu tabuisieren", sagte Zwanziger, "auch um für diese Sichtweise Bewusstsein zu schaffen, leistet die Robert-Enke-Stiftung im Namen unseres ehemaligen Nationaltorwartes eine wichtige Arbeit."

Die Stiftung teilte mit, dass ein Großteil der 36 Klubs aus der ersten und zweiten Liga ihrem Aufruf gefolgt sind und zum Gedenken an Enke auf ihrer Facebook-Seite eine Meldung gepostet haben. Auch der FC Barcelona und Comedian Oliver Pocher, ein Freund Enkes, wollten sich an der Aktion beteiligen. Darüber hinaus wolllten sich Hunderte Fans des ehemaligen Nationaltorhüters am Abend in der Innenstadt Hannovers treffen, um mit einem Gedenkmarsch zum Stadion an Enke zu erinnern. Hannover 96 hatte auf eine offizielle Gedenkfeier verzichtet.

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