Gerhard Mayer-Vorfelder hat überraschend deutlich Position für ehemaligen Bundestrainer Jürgen Klinsmann bezogen und gleichzeitig Berti Vogts und Franz Beckenbauer kritisiert.

Angesprochen auf den sportlichen Aufschwung im deutschen Fußball sagte der ehemalige DFB-Präsident (2001-2006) im Interview bei "Zeit online": "Berti Vogts behauptet immer, dass er Pläne in der Schublade hatte und hat. Ich hab aber noch keinen gesehen."

Für Mayer-Vorfelder habe Klinsmann den entscheidenden Anteil am aktuellen Erfolg: "Die Leistung der aktuellen Nationalelf ist auch ein Verdienst von Jürgen Klinsmann. Er hat viel angestoßen, wofür er kritisiert wurde - und was heute Standard ist, etwa Trainerteams."

Über Beckenbauer, unter dem die DFB-Auswahl 1990 Weltmeister geworden war, urteilt der 78-Jährige: "Franz Beckenbauer hat großen Charme, aber wenig Sinn für Konzepte", und schob hinterher: "Rudi Völler war in dieser Frage nicht besonders initiativ."

Der aktuelle Bundestrainer Joachim Löw sei hingegen "schon immer eine gute Fachkraft" gewesen.

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