Toni Kroos hat wegen seines kritischen Interviews und der Klage über mangelnde Einsatzzeiten während der EM Rückendeckung von Oliver Bierhoff bekommen.
"Ich fand die Form nicht verrückt oder dass sie uns durcheinandergebracht hat. Toni hat ein gewisses Anspruchsdenken an sich selber, das kann er äußern", sagte der Manager des DFB-Teams während der Pressekonferenz vor dem Abflug von Danzig nach Lwiw zum letzten Gruppenspiel gegen Dänermark (So., ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER).
Bierhoff verneinte damit indirekt auch Sanktionen für den Bayern-Profi. "Wichtig ist zu Beobachten, wie er sich mit der Mannschaft verhält. Da gibt es keine Probleme."
Bierhoff ergänzte mit Blick auch auf die anderen Reservisten: "Man muss sie ihren Frust auch mal mit sich tragen lassen. Das Wichtige ist, dass es sich nicht auf die Mannschaft überträgt."
Und weiter: "Ich freue mich, dass sie unzufrieden sind. Wichtig ist, dass die Spieler das Vertrauen des Trainers spüren, ihnen deutlich zu machen, dass sie eine reelle Chance haben. Ich bin aber überzeugt, dass auch sie noch eine wichtige Rolle für uns spielen werden. Ich spüre, dass die Spieler hintendran nicht loslassen."
Kroos hatte zuvor erklärt: "Befriedigend ist das alles nicht. Gerade nach der Saison, die ich gespielt habe, ist es doch logisch, dass ich spielen will", erklärte der 22-Jährige der "tz".
Offen ließ Bierhoff, ob es neben der Position des gesperrten Jerome Boateng noch weitere personelle Umstellunge geben wird. "Auf der einen Seite ist es immer so, dass man sich als Trainer überlegt, ob man die Mannschaft auseinanderreißen sollte. Auf der anderen Seite haben natürlich auch generell gute Alternativen auf der Bank."
Für Bundestrainer Joachim Löw seien immer die letzten Eindrücke beim Training wichtig.
