Thomas Müller hat Kritik an der aus seiner Sicht zu negativen Berichterstattung über die deutsche Nationalmannschaft geübt.
"Im Moment kommt es einem so vor, dass wir uns selbst wenn wir den EM-Titel holen, noch schämen müssten", sagte der Bayern-Mittelfeldspieler auf der DFB-Pressekonferenz am Mittwoch.
"Ich finde es komisch, dass so sehr auf die Euphoriebremse gedrückt wird, obwohl wir die Erwartungen mit neun Punkten in der Gruppenphase übertroffen haben", fügte Müller hinzu.
Er hoffe als Spieler auf mehr positives Nachrichten: "Bei den Public Viewings sehe ich die Begeisterung, in den Medien wird das nicht so transportiert."
Zudem verwies Müller darauf, dass das Niveau bei der EM "sehr engmaschig" sei und die Gegner sich seit der WM wesentlich besser auf die deutschen Stärken eingestellt hätten.
"Deswegen sieht unser Spiel nicht so aus wie bei der WM - wobei wir da in der Gruppenphase auch kein Feuerwerk abgeschossen haben. Deshalb bin ich mit dem Verlauf bisher zufrieden."
Auch gegen Griechenland im Viertelfinale am Freitag in Danzig erwarte er einen sehr defensiven Kontrahenten, die DFB-Auswahls ei aber gewappnet:
"Wir wissen, was wir zu tun haben. Es wird sicherlich auch Geduld erfordern, aber Fußballspiele sind ja kein Spaziergang. Wir müssen auch etwas für den Erfolg tun."
Ähnlich bewertete Sami Khedira die Aufgabe. "Gegen die Dänen hatten wir schon einen leichten Vorgeschmack, was uns erwartet. Wir müssen hochkonzentriert sein und dürfen nicht schon ans Halbfinale denken", meinte der Profi von Real Madrid:
"Die Griechen werden alles versuchen, uns in die Knie zu zwingen. Aber das werden sie definitiv nicht schaffen."
