DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat das Verhalten einiger deutscher Chaoten bei der EM-Endrunde in Polen und der Ukraine auf das Schärfste verurteilt.
"Das ist ein Problem, das man ernst nehmen muss. Einige Wirrköpfe, um es harmlos auszudrücken, bringen die überwiegend vorbildlichen deutschen Fans in Misskredit. Das dürfen wir nicht dulden", sagte der 61-Jährige.
Er reagierte damit auf die zweite Geldstrafe, die der Deutsche Fußball-Bund (DFB) während des Turniers wegen "ungebührlichen Verhaltens" seiner Fans zahlen muss.
"Über 20.000 Fans sorgen in Polen und Kiew für eine traumhafte Unterstützung unserer Mannschaft, und eine Handvoll Chaoten trübt dieses Bild. Kein Mensch kann nachvollziehen, welchen Sinn es für diese Minderheit macht, tausende Kilometer zu reisen und dann Rauchbomben zu zünden, durch die man andere noch gefährdet. Dagegen müssen und werden wir vorgehen", sagte Niersbach und kündigte Konsequenzen für die Übeltäter an.
Der DFB hatte am Montag erneut eine Strafe durch die UEFA erhalten, da deutsche Fans im abschließenden EM-Gruppenspiel gegen Dänemark unter anderem auf den Rängen Bengalos gezündet hatten.
25.000 Euro wurden für dieses Vergehen fällig. Schon nach dem ersten Spiel gegen Portugal (1:0) hatte der DFB 10.000 Euro zahlen müssen, da die deutschen Anhänger mit Papierrollen nach portugiesischen Spielern geworfen hatten.
