DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat der deutschen Mannschaft und Bundestrainer Joachim Löw vor dem Halbfinale gegen Italien zu den bisherigen Leistungen gratuliert:
"Unser Vertrauen in den Bundestrainer und sein Team ist mit einem Klasseauftritt zurückgezahlt worden", sagte er auf der DFB-Pressekonferenz vor dem Abschied aus Danzig.
Auch eine Niederlage gegen Italien am Donnerstag könne nichts mehr an diesem positiven Fazit ändern: "Was jetzt noch dazukommt, ist ein Mehr. Niemand wird in ein Tal der Depression fallen, weil das Gesamtbild passt."
Dennoch wolle man sich diesmal nicht mit Platz zwei zufrieden geben.
"Es ist der Wunsch des Verbandes und der Mannschaft, endlich wieder ganz oben zu stehen. Jeder Sportler will nicht nur auf dem Podium, sondern ganz oben landen."
Von einem Sieg gegen die Azzurri ist Niersbach überzeugt: "Jetzt ist die Zeit reif, auch mal bei einem Turnier Italien zu schlagen."
Ein frühzeitiges Bekanntwerden der Aufstellung wie bei den beiden Partien zuvor soll es diesmal nicht geben, wie DFB-Teammanager Oliver Bierhoff klarstellte.
"Wir werden die Aufstellung diesmal der Mannschaft auch erst kurz vorher bekanntgeben, auch damit die Italiener rätseln. Und jeder Spieler ist so flexibel, dass er sich eineinhalb Stunden vorher noch auf seinen Einsatz vorbereiten kann."
Die "Maulwurf-Affäre" erklärte Bierhoff damit für beendet: "Wir haben das ganze thematisiert. Es war ärgerlich, aber wir sind ganz sicher, dass der Maulwurf nicht in der Mannschaft ist."
Gegner Italien tritt er mit Respekt entgegen: "Wir hätten lieber England gehabt", gab er zu.
