Die Leitung der Nationalmannschaft plant trotz der verpassten Teilnahme am Confed Cup für das kommende Jahr eine Fernreise mit dem Team.
Ein mögliches Ziel sind laut Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff die USA.
"Wir hätten gerne den Confed Cup gespielt, auch wenn er eine zeitliche Belastung darstellt. Dieses Turnier ist ein guter Testlauf für die WM, nicht nur für den Gastgeber. Wir denken deshalb darüber nach, eine Fernreise zu machen", sagte Bierhoff auf "dfb.de".
Das deutsche Team hat durch das Halbfinal-Aus bei der EM gegen Italien (1:2) die Teilnahme am Confed Cup im WM-Gastgeberland Brasilien verspielt.
Nach Ansicht von Bierhoff sind Fernreisen vor allem für die jüngeren Profis von großer Bedeutung.
"Diese weiten Reisen und die vielen Eindrücke haben gerade auf die Persönlichkeitsentwicklung der jungen Spieler immer einen positiven Effekt", sagte der Europameister von 1996:
"Ich halte es auch für sinnvoll, wenn wir im Hinblick auf die WM möglichst viele Spiele gegen Mannschaften machen, die nicht aus Europa kommen. Nach Brasilien wird die Reise im kommenden Sommer jedoch eher nicht gehen. Die USA könnten eine Alternative sein."
Bierhoff erklärte zudem, dass eine Delegation des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bereits im Herbst nach Brasilien reisen wird, um nach einem Teamquartier für die WM-Endrunde zu suchen - obwohl die Qualifikation mit den Gegnern Schweden, Österreich, Kasachstan, Irland und den Färöer noch gar nicht begonnen hat.
"Es wäre fahrlässig, wenn wir nicht jetzt schon planen würden. Man kann es sich heute nicht mehr erlauben, mit den wichtigen Entscheidungen lange zu warten und erst ein halbes Jahr vor Beginn des Turniers sein Team-Basecamp zu wählen", sagte Bierhoff:
"Die anderen großen Nationen sind auch frühzeitig in Brasilien unterwegs. Wir werden im Herbst eine längere Reise dorthin machen, um das Land und die verschiedenen Spielorte und Städte kennenzulernen. Dabei werden wir auch Ausschau nach einem geeigneten Quartier für das Team-Basecamp halten."
