Nationalspieler Sami Khedira hat bei einer DFB-Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Argentinien teilweise mit Unverständnis auf die harsche Kritik nach dem EM-Halbfinal-Aus gegen Italien reagiert und sprang Bundestrainer Jogi Löw zur Seite.
"Wir müssen uns Kritik gefallen lassen", sagte der Star von Real Madrid über die Niederlage gegen Italien: "Was danach kam war sehr hart, sehr persönlich, teilweise beleidigend und hatte nichts mit dem Sport zu tun - ob das die feine englische Art war, weiß ich nicht."
Die Diskussionen um das Nicht-Mitsingen der Hymne hält der Mittelfeldspieler für "künstlich aufgebauscht. Es wurden irgendwelche Gründe fürs Ausscheiden gesucht, wie zum Beispiel, dass wir Spieler zu verwöhnt werden. Ich glaube, dass das inzwischen normal ist und zum Fußball dazu gehört. Wir werden da nicht mehr verwöhnt werden als andere."
Auch auf seine Rolle als möglicher Leader des Nationalmannschaft ging der 25-Jährige ein.
"Ich versuche immer, Verantwortung zu übernehmen. Ich fühle mich in der Pflicht, Verantwortung zu übernehmen. Das ist aber nichts Neues. Wir haben viele Spieler, die das machen."
Teamkollege Marco Reus warnte vor einer überharten Abrechnung mit dem Nationalteam: "Wir dürfen nicht alles schlecht machen, was vorher gut war. Wir müssen wieder geiler werden auf Tore und Siege - so wie es Italien im Halbfinale war."
