"Mit großer Motivation" sieht Bundestrainer Joachim Löw der Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien entgegen.

"Es ist nach der EM viel geredet worden. Jetzt wollen wir zeigen, wozu wir imstande sind. Wir sind uns intern darüber im Klaren, wohin geht der Weg, was wollen wir erreichen", sagte der Bundestrainer vor den ersten beiden Gruppenspielen am Samstag in Hannover gegen die Färöer und am 11. September in Wien gegen Österreich.

Trotz der enttäuschenden EM mit dem Halbfinal-Aus gegen Italien sieht sich der DFB-Chefcoach auf dem richtigen Weg.

"Ich habe weiter großes Vertrauen in die Spieler und in unsere Philosophie", erklärte Löw. Wichtig sei nun ein guter Start in die Qualifikation.

"Wir müssen sehen, dass unsere Mannschaft gut eingespielt ist. Gegen die Färöer, "das ist ein gutes Vorbereitungsspiel für Österreich", sagte Löw, der Schweden und Irland als Hauptkonkurrenten auf dem Weg zum Zuckerhut sieht.

Löw glaubt sich auch der Unterstützung der Fans gewiss.

Das Länderspiel gegen Argentinien (1:3 am 15. August) habe gezeigt, dass "wir nicht viel Kredit zurückholen müssen. Sicherlich, die Enttäuschung war nach der EM riesengroß. Aber das Spiel gegen Argentinien hat bewiesen, dass das Verhältnis zu den Fans intakt ist. Wir sind mit viel Applaus und wenig Pfiffen verabschiedet worden."

Sportlich fürchtet der Bundestrainer langfristig um die Umsetzung seiner Philosophie.

"Wir müssen die Ausbildung ändern. Auf einigen Positionen haben wir nicht die unbegrenzte Auswahl an Spielern", sagte der 52-Jährige.

Löw will eine "positionsspezifische Ausbildung" forcieren und denkt dabei besonders an die Offensive.

Dort steht wegen der Verletzung von Mario Gomez für die bevorstehenden Ouali-Spiele in vorderster Front nur der 34 Jahre alte Miroslav Klose zur Verfügung. Löw sieht den Dortmunder Marco Reus, Shootingstar und "Fußballer der Jahres", als erste Alternative zu Klose.

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