Nach Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff hat sich auch Bundestrainer Joachim Löw über die jüngste Kritik des Vize-Kapitäns Bastian Schweinsteiger verwundert gezeigt.
Der 28 Jahre alte Münchner hatte fehlenden Zusammenhalt bei der EM in Polen und der Ukraine moniert. "Ich weiß nicht, welche Botschaften er aussenden wollte. Ich werde das Gespräch mit ihm suchen, um zu erkunden, wie er das gemeint hat. Gerade der Teamgeist war immer ausgeprägt", sagte Löw.
"Ich konnte das so nicht feststellen. Ich hatte immer das Gefühl, dass die Mannschaft trotz einiger Konflikte und Schwierigkeiten, die es über so einen langen Zeitraum immer wieder gibt, in der Grundstimmung sehr harmonisch war. Die Stimmung zwischen den Spielen war beeindruckend gut", unterstrich Löw.
Schweinsteiger vom Rekordmeister aus München hatte unlängst in einem "SZ"-Interview erklärt, dass beim FC Bayern bei einem Tor alle Ersatzspieler aufspringen würden.
Daran könne man "einen wirklich guten Geist" erkennen, "das ist vielleicht ein kleiner Unterschied zur Nationalmannschaft bei der EM. Da sind nicht immer alle gesprungen."
Schweinsteiger gehört bei den Spielen am 12. Oktober in Dublin und am 16. Oktober in Berlin erstmals seit der EM wieder dem Kader von Joachim Löw an. Treffpunkt der Nationalmannschaft ist am Montagabend in Frankfurt/Main.
