Nationalmannschafts-Kapitän Philipp Lahm hat sich vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Schweden dazu geäußert, welche DFB-Spieler konstruktive Kritik üben dürfen und wer sich in seinen Kommentaren mäßigen sollte.
Bastian Schweinsteiger, der den mangelnden Zusammenhalt bei der EM monierte, bekam von Lahm grünes Licht.
"Ein Spieler wie er hat das Recht, so etwas zu sagen. Wenn ein erfahrener Profi, der Vize-Kapitän und Führungsspieler ist, so etwas sagt, dann sollte jeder Spieler mit den Ohren schlackern und sich fragen: Hoppla, was meint er da? Hat er vielleicht recht?", erklärte Bayerns Abwehrchef im "SZ"-Interview.
Die von BVB-Verteidiger Mats Hummels vor kurzem geäußerte Kritik hingegen, fand bei Lahm keinen großen Anklang: "Mats hat eine Szene erklärt, das ist legitim. Ob man dabei Namen nennen muss, ist eine andere Frage."
Generell gibt er allen Spielern des DFB-Teams einen Rat. "Jeder Spieler muss auf seine Wortwahl achten. Jeder Spieler muss sich bewusst sein, welche Bedeutung seine Worte in der Öffentlichkeit haben können", so Lahm im Interview.
Gleichzeitig fordert er eine verstärkte Rückbesinnung auf die Grundtugenden des Fußballs. Beim jüngsten 6:1 in Irland sei wichtig gewesen, "dass die Mannschaft sich an die Basis erinnert hat. Wir haben uns zuletzt ja auf etwas andere Dinge konzentriert. Es muss einfach wieder diese letzte Konzentration in den Kopf jedes einzelnen Spielers rein", sagte der Verteidiger.
Deshalb müsse die DFB-Auswahl "jetzt mal wieder zum Ursprung zurück: kontrolliert spielen, das Zentrum schließen. In die Köpfe muss wieder rein, was wir als allererstes wollen: kompakt sein, geordnet stehen. Darum geht s! Wir müssen nicht sofort zaubern, das kommt dann von allein - siehe Irland", führte Lahm weiter aus.
