"Einschläfernde Strickerei" und "langweiliges Schachspiel" - die Nullnummer zwischen den Erzrivalen Niederlande und Deutschland beim Länderspiel in Amsterdam hat in der niederländischen Presse wenig Begeisterung ausgelöst.

Über den moralischen Sieger, gab es unterschiedliche Meinungen.

Die Pressestimmen im Überblick:

"De Volkskrant"

"Einschläfernde Strickerei. Mit einem langen Gähnen hat die niederländische Elf das Länderspieljahr 2012 beendet. Das Freundschaftsspiel zwischen den Niederlanden und Deutschland bot die außergewöhnliche Möglichkeit, ein Gespräch zu führen oder mal eben die Augen zu schließen, um von echtem Fußball zu träumen. Wer in der Arena saß, musste nicht lange darüber nachdenken, was er alles mit dem Geld für die Eintrittskarte hätte machen können."

"AD Sportwereld"

"Langweiliges Schachspiel in der Arena. Blutleer. Die Niederlande haben noch einen weiten Weg vor sich. Das Remis gegen Deutschland verhüllt den Niveauunterschied. Nach zwei klaren Niederlagen blieb die niederländische Elf gegen die Deutschen mal wieder auf den Beinen stehen. Das bedeutet aber nicht, dass das Loch zur Mannschaft geschlossen worden ist. Bondscoach Louis van Gaal wird die gesamte Zeit bis zum WM-Beginn benötigen, um eine starke Mannschaft zu bilden, mit der er in Brasilien überraschen kann."

"De Telegraaf"

"Oranje ist der moralische Sieger. Ein positives Signal. Es schien mit sechs Niederlagen das schlechteste Länderspieljahr seit 1950 zu werden. Aber eine beschädigte niederländische Elf erkämpfte eine feine Punkteteilung ohne Tore. Weiter muss niemand dem Resultat und dem Spiel einen hohen Stellenwert beimessen."

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