Torhüter Rene Adler sieht sein Comeback in der Nationalmannschaft nicht als Gelegenheit für eine Wachablösung.

"Ich sehe das nicht als Chance, die Nummer eins zu werden. Das eine Spiel wird an der Rollenverteilung nicht viel ändern, da brauche ich mir nichts vorzumachen", sagte der Keeper des Hamburger SV, der in Paris gegen Frankreich am Mittwoch erstmals seit 812 Tagen wieder das Tor der Nationalelf hüten wird.

Bundestrainer Joachim Löw hatte angekündigt, Adler 90 Minuten spielen zu lassen, aber ebenfalls erklärt, dass "Manuel Neuer natürlich die Nummer eins" bleibe.

"Dieses Spiel ist für mich der Lohn harter Arbeit. Es erfüllt mich mit Stolz, wieder im Kreise der besten deutschen Spieler zu sein und spielen zu dürfen. Das ist ein sensationelles Erlebnis", sagte Adler: "Aber ich bin weit davon weg, dieses eine Spiel zu nutzen, um Druck zu machen. Ich bin da relativ gelassen, es kommt so, wie es soll."

Weitaus angespannter hatte Platzhalter Neuer Löws Entscheidung verfolgt. Die öffentliche gemacht Enttäuschung des Bayern-Torhüters wollte Adler aber nicht kommentieren.

"Ich bin nicht in der Position, etwas zu bewerten", sagte der 28-Jährige: "Es ist sein gutes Recht, spielen zu wollen. Ich kann das nachvollziehen, aber ich bin die falsche Person, das zu bewerten. Ich genieße das Spiel, über alles weitere zerbreche ich mir nicht den Kopf."

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