Der frühere Rivale Rene Adler und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff haben Mitleid mit Tim Wiese.

"Es tut mir leid. Ich habe Tim immer als tolles Mannschafts-Mitglied erleben können", sagte Bierhoff über den beim Bundesligisten 1899 Hoffenheim aufs Abstellgleis verbannten Ex-Nationaltorhüter.

Bierhoff zeigte Verständnis für die Offiziellen in Hoffenheim, die Wiese ein halbes Jahr nach dessen EM-Teilnahme zum eigenen Schutz aus dem Tor nahmen.

"Ich kenne die Hintergründe nicht, aber in so einer Situation muss man die Wege gehen, von denen man überzeugt ist", sagte Bierhoff.

Der Europameister von 1996 wollte Wiese aber nicht abschreiben: "Tim hat seine Qualitäten, an die muss er glauben. Ich weiß aus eigener Erfahrung in schweren Zeiten, dass es auch mal eine Befreiung sein kann, wenn man mal vom Druck erlöst ist, mal durchatmen und sich auf das Wesentliche konzentrieren kann. Eine Prognose ist schwierig, aber Hoffenheim muss daran denken, dass sie sich retten wollen."

Der Hamburger Adler, der durch Verletzungen selbst eine schwere Zeit durchgemacht hat, inzwischen aber Wieses Rolle als Nummer zwei im DFB-Team einnimmt, äußerte ebenfalls sein Mitgefühl.

"Ich rede nicht gerne über Kollegen, und wir sind alle im harten Geschäft Bundesliga auf uns und unseren Verein fokussiert. Aber wenn man jemanden gut kennt, verfolgt man es natürlich und fühlt mit", sagte Adler: "Ich wünsche Tim, dass er wieder da rauskommt."

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