Für Rainer Adrion ist die Zeit reif. Knapp 50 Tage vor dem Beginn der U-21-Fußball-Europameisterschaft in Israel (5. bis 18. Juni) setzt der DFB-Trainer sein Team unter Druck.

"Es wird ja langsam mal Zeit, dass wir auch Endspiele gewinnen", sagte der 59-Jährige der "Zeit". Allerdings warnt Adrion auch: "Das wird uns übrigens nicht gelingen, wenn wir einfach nur die Spanier kopieren."

Auf keinen Fall aber sieht Adrion die deutschen Mannschaften als Kopien der so erfolgreichen Iberer.

"Das ist doch Quatsch. Wir haben gesagt, dass wir einen attraktiven und erfolgreichen Fußball spielen lassen wollen, wie es Spanien gelingt. Das heißt aber nicht, dass wir Spanien kopieren", sagte Adrion: "Das wäre auch nicht klug. Wir wollen diese spielerischen Elemente mit unseren typisch deutschen Tugenden verbinden und eine eigene Identität in unserem Spiel entwickeln."

Adrion ist von der Qualität seiner Mannschaft überzeugt: "Die deutschen Spieler haben den Spaniern etwas voraus, was man in keiner Talentschmiede lernen kann. Unsere Spieler sind durchsetzungsfähiger, zäher, sie sind zweikampfstärker und haben einen starken Willen."

"Wenn wir es schaffen, die Technik mit den Tugenden zu verbinden, dann wird das auch Erfolge zeitigen, da bin ich sicher."

Die deutsche Mannschaft trifft in der Gruppe B auf Titelverteidiger Spanien, die Niederlande und Russland. Im Auftaktspiel steht das Adrion-Team am 6. Juni in Petach Tikwa dem Team Oranje gegenüber.

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