Joachim Löw kann die Diskussion über die Defensivprobleme der deutschen Elf verstehen.

"Ich probiere in der Defensive viel aus und freue mich ein Stück weit über Fehler in den Freundschaftsspielen, da diese nicht schwerwiegend sind und man sie korrigieren kann", erklärte der Bundestrainer vor dem Länderspiel gegen Österreich am Freitag (20.45 Uhr).

Löw betonte, dass die Mannschaft in den Qualifikationsspielen meist gute Defensivleistungen absolvierte und wenige Gegentore kassierte.

Die Nationalelf werde in der Defensive ganz anders als im letzten Länderspiel gegen Paraguay (3:3) agieren.

Löw möchte auch gegen Österreich an der offensiven Grundordnung festhalten, da "Teams, die nur hinten stehen und auf Konter setzen, keine gute Mannschaft ausmachen".

Der "München-Fluch", in der bayerischen Landeshauptstadt konnte noch kein Qualifikationsspiel gewonnen werden, bereitet Löw indes keine Sorgen: "Darüber denke ich nicht nach", betonte der Bundestrainer.

Zudem erklärte Löw, dass der Einsatz von Lars Bender, der in der Bundesliga am Wochenende einen Schlag auf die Hüfte bekommen hatte, noch fraglich ist.

Der Nebenmann von Sami Khedira, der nach seiner Pause am Dienstag wieder voll im Training steht, stehe noch nicht fest: Nach den Absagen der verletzten Bastian Schweinsteiger und Ilkay Gündogan nannte Löw neben den Bender-Zwillingen auch Toni Kroos als möglichen Startelfkandidaten.

Vor Österreich hat Löw großen Respekt: "Sie haben in den letzten zwei bis drei Jahren große Fortschritte gemacht und haben eine starke Mannschaft. Dennoch bereiten wir uns optimal vor und werden sie nicht unterschätzen. Sie werden versuchen, ihre Kontermöglichkeiten optimal zu nutzen."

Die Absage von Mario Götze (Kapselriss) bedauert Löw:

"Das ist schade, dass er nach seiner langen Verletzungspause gleich wieder ausfällt. Bei dem Foul (von Chelseas Ramires, Anm. d. Red.) habe ich gedacht, dass etwas Schlimmeres passiert ist. Wenn Götze seinen Rhythmus findet, ist er ein überragender Spieler. Es ist wichtig, dass er konstant spielt und in der WM-Saison nicht von Verletzungsproblemen geplagt wird", verriet der 53-Jährige auf SPORT1-Nachfrage.

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