Nach vielen Monaten der Missverständnisse hat DFB-Präsident Wolfgang Niersbach den ehemaligen Kapitän Michael Ballack als außergewöhnlichen Spieler gewürdigt.

"Er hat die Nationalmannschaft durch eine Zeit geführt, in der wir noch nicht so viele Talente hatten wie heute, herausragend war dabei die WM 2002. Michael Ballack hat viel für den DFB geleistet und war immer ein toller Botschafter des deutschen Fußballs", sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vor der offiziellen Verabschiedung Ballacks am Freitagabend in München.

98 Länderspiele, 42 Tore, Vizeweltmeister 2002, EM-Zweiter 2008 - Ballack gehörte über ein Jahrzehnt zu den prägenden Persönlichkeiten des deutschen Fußballs.

"Bei Michael hat man sofort gesehen, dass er ein außergewöhnlicher Spieler ist", betonte Verbandschef Niersbach. Die letzten Jahre in Ballacks Laufbahn waren geprägt von mehreren schweren Verletzungen. Der heute 36-Jährige verlor erst seine Kapitänsbinde an Philipp Lahm, für den am Freitag gegen Österreich sein 100. Spiel anstand, dann seinen Platz im Team.

Der Streit mit Bundestrainer Joachim Löw führte dazu, dass Ballack das Angebot für zwei abschließende Einsätze in Freundschaftsspielen ablehnte, mit denen er noch in den "Club der Hunderter" aufgestiegen wäre. "Im Fußball gibt es schwierige Zeiten, wie im normalen Leben auch", sagte Ballack mit etwas Abstand.

"Wichtig ist, dass man wieder zusammenkommt. Wir haben miteinander geredet, das ist die Hauptsache", ergänzte der gebürtige Görlitzer.

Hier weiterlesen: Ballack: Keine Aussprache mit Löw

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel