Nationalspieler Jerome Boateng vom FC Bayern München zeigt sich im Exklusiv-Interview mit Sport1 optimistisch, bei der WM 2014 in Brasilien um den Titel mitspielen zu können.

"Das muss unser Ziel sein, denn wenn wir zu einem Turnier fahren, dann sind wir ja nicht da, um nur 'Hallo' zu sagen und einfach mal mitzuspielen", gibt sich Boateng kämpferisch; "Es sind viele gute Mannschaften und ein paar sehr, sehr gute Mannschaften. Wir sind mit Sicherheit auch im Kreis der sehr guten Mannschaften."

Am Ende komme es jedoch auch "auf die Tagesform und das Glück" an. Boateng selbst rechnet sich nach dem Startelfeinsatz im Qualifikationsspiel gegen Österreich (Bericht) Chancen auf einen Stammplatz in der Viererkette aus:

"Ich bin keiner, der seinen Platz mit Worten einfordert. Ich will mir das durch Leistung verdienen. Und ich denke, im Moment sieht es nach den Erfolgen der letzten Saison mit Bayern ganz gut aus."

Das heiße jedoch nicht, dass ein Platz in der ersten Elf sicher wäre. "Dafür muss ich weiter meine Leistung bestätigen", so der 25-Jährige.

In der Bundesliga ist die Familie Boateng nach dem Wechsel von Bruder Kevin-Prince zum FC Schalke 04 wieder vereint. Für den Bayern-Verteidiger kam der Transfer jedoch wenig überraschend:

"Ich wusste schon, dass er gerne wieder in der Bundesliga spielen wollte. Aus sportlichen, aber auch aus familiären Gründen. In Düsseldorf wohnt sein Sohn."

Jerome sei sich dabei sicher, dass sein Bruder das Image als Bad Boy ablegen kann. Kevin Prince sei beim AC Mailand gereift:

"Er ist immer noch sehr dynamisch und impulsiv und spielt mit Vollgas, aber neben dem Platz ist er ruhiger geworden. Er ist ja auch inzwischen Vater. Dass die Dinge von früher immer wieder hochkommen, nervt einfach, auch wenn man sich damit auseinandersetzen muss."

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