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Thomas Strunz wurde 1996 Europameister © getty

SPORT1-Experte Thomas Strunz hat die Zusammenstellung des DFB-Kaders für die WM in Brasilien stark kristisiert. "Für mich ist es nicht nachvollziehbar, warum Joachim Löw auf Kevin Volland und Marcel Schmelzer verzichtet", sagt der Europameister von 1996.

Die beiden waren wie auch Skhodran Mustafi (Sampdoria Genua) am Montag vom Bundestrainer aus dem Kader gestrichen worden.

"Das bedeutet, dass wir jetzt ohne gelernten Linksverteidiger zu einer Weltmeisterschaft fahren", sagt Strunz. Dortmunds Erik Durm, der als Topkandidat für diese Position gilt, sei "nur ein Talent, das durch Zufall auf diese Position gekommen ist."

Benedikt Höwedes ist für Strunz keine Option für den Linksverteidiger, auch wenn Löw dem Schalker diese Rolle zutraut. "Der spielt im Verein Rechts- oder Innenverteidiger. Es kann doch nicht sein, dass er bei einer Weltmeisterschaft für eine ungewohnte Position vorgesehen ist", sagt der 46-Jährige.

Volland hat indes laut Strunz' Meinung gar keine richtige Chance gehabt. "Löw sieht in ihm ja einen echten Stürmer. Ich weiß nicht, warum er ihn dann gegen Kamerun 90 Minuten auf der Bank gelassen hat", sagt der Experte.

Beim 2:2 im Testspiel hatte Löw erst auf Mario Götze und später auf Thomas Müller in der Spitze gesetzt.

"Für Volland wäre das Spiel optimal gewesen, sich auch mal beweisen zu können. Wenn er in einer Halbzeit vier Ballkontakte und null Torschüsse hat, hätte Löw immer noch sagen können: Es passt nicht. Nun hat er aber keine nachvollziehbaren Argumente", sagt Strunz.

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