Wieder mit den Leistungsträgern Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm und Miroslav Klose, aber immer noch ohne Torwart Manuel Neuer: Bundestrainer Joachim Löw muss bei der WM-Generalprobe der deutschen Nationalmannschaft am Freitag (ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER) in Mainz gegen Armenien weiterhin auf seine Nummer eins verzichten.

Beim Training am Donnerstag standen Lahm und Schweinsteiger wieder auf dem Platz, auch Neuer absolvierte einige Übungen mit der Mannschaft.

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"Wir wollen kein Risiko eingehen", sagte Löw am Donnerstag zur Personalie Neuer, gab aber mit Blick auf die WM in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli) gleichzeitig Entwarnung: "Für das erste Spiel ist das überhaupt kein Problem. Wenn wir in Brasilien ankommen, wird er auch wieder torwartspezifisch trainieren."

Der 28 Jahre alte Münchner fällt derzeit wegen einer Schulterverletzung aus. Gegen Armenien wird deshalb wie schon am vergangenen Sonntag beim 2:2 gegen Kamerun der Dortmunder Roman Weidenfeller im Tor stehen.

Dagegen sind die beiden Kapitäne Lahm und Schweinsteiger wieder fit. "Sie werden zum Einsatz kommen. Ich gehe davon aus, dass das kein Problem ist. Sie brauchen Wettkampfpraxis", sagte Löw.

Lahm (30) hatte erst in den vergangenen zwei Tagen nach einer Kapselverletzung im Sprunggelenk wieder mit dem Ball trainieren können. Schweinsteiger (29) war länger wegen einer Entzündung an der Patellasehne ausgefallen, hatte aber schon zuletzt in Südtirol wieder am Mannschaftstraining teilgenommen.

Lahm wird in der Viererkette rechts verteidigen. In der Innenverteidigung dürften Per Mertesacker und Jerome Boateng zum Einsatz kommen. Ein Kandidat für Boateng wäre auch Mats Hummels. Der Dortmunder Erik Durm, der gegen Kamerun ein beachtliches Debüt gefeiert hatte, wird wohl auf der linken Seite eine erneute Chance erhalten.

Vor der Abwehr absolviert Vize-Kapitän Schweinsteiger sein 102. Länderspiel neben Sami Khedira, der nach seinem Kreuzbandriss ebenfalls noch Spielpraxis benötigt, um zum WM-Auftakt am 16. Juni in Salvador gegen Portugal fit zu sein.

Die deutsche Offensivreihe bilden aller Voraussicht nach Thomas Müller, Mesut Özil und Marco Reus. Vor allem der zuletzt enttäuschende Özil steht dabei unter Beobachtung. Eine Alternative in der Zentrale wäre Mario Götze, aber auch Reus könnte die Rolle einnehmen.

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Im Angriff wird nach längerer Verletzungspause erstmals wohl wieder der 35 Jahre alte Klose zum Einsatz kommen. In seinen bisherigen 131 Länderspielen hat der Stürmer von Lazio Rom 68 Treffer erzielt und liegt damit gleichauf mit "Bomber" Gerd Müller.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Deutschland: Weidenfeller/Borussia Dortmund (33 Jahre/2 Länderspiele) - Lahm/Bayern München (30/105), Mertesacker/FC Arsenal (29/97), Boateng/Bayern München (25/38) oder Hummels/Borussia Dortmund (25/29), Durm/Borussia Dortmund (22/1) - Khedira/Real Madrid (27/45), Schweinsteiger/Bayern München (29/101) - Müller/Bayern München (24/48), Özil/FC Arsenal (25/54), Reus/Borussia Dortmund (25/20)) - Klose/Lazio Rom (35/131). - Trainer: Löw

Armenien: Roman Beresowski/Dynamo Moskau (39/85) - Hrayr Mkojan/Schirak Gjumri (27/28), Warasdat Harojan/Pjunik Eriwan (21/10), Robert Arsumanjan/FK Aktobe (29/63), Lewon Hayrapetjan/FK Pribram (25/21) - Artur Jedigarjan/Qairat Alamaty (26/35), Rumjan Howsepjan/Banants Eriwan (22/2) - Edgar Manutscharjan/Ural Jekaterinenburg (27/41), Henrich Mkhitaryan/Borussia Dortmund (25/46), Geworg Ghasarjan/Mtelurg Donezk (26/39) - Jura Mowsisjan/Spartak Moskau (26/28). - Trainer: Bernard Challandes (Schweiz)

Schiedsrichter: Lechner (Österreich)

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