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Mertesacker (r.) bestritt bisher 99 Länderpsiele für Deutschland © getty

Nationalspieler Per Mertesacker hat seine Teamkollegen in der deutschen Nationalmannschaft vor dem kommenden Gruppengegner Ghana (Sa., ab 20.30 Uhr im LIVETICKER) gewarnt.

"Ghana hat sehr gute Einzelspieler, die in jedem Duell brillieren wollen. Wir müssen kompakt stehen und unsere Nadelstiche setzen. Die afrikanischen Mannschaften sind körperlich stärker als Portugal", sagte Mertesacker bei der Pressekonferenz am Donnerstag.

Für den Abwehrspieler des FC Arsenal hat auch der ehemalige Bundestrainer und jetzige US-Nationalcoach Jürgen Klinsmann einen großen Anteil am derzeitigen Erfolg des DFB-Teams.

"Jürgen Klinsmann hat einer Generation das Vertrauen geschenkt, die jetzt immer noch dabei ist. Er hat unsere Entwicklung begonnen. Er war ein sehr motivierender, aufbauender Trainer. Wir zehren von dieser Zeit. Das wird ein besonderes Spiel gegen Jürgen Klinsmann", erklärte Mertesacker.

Das vorzeitige WM-Aus von Titelverteidiger Spanien ist für Mertesacker indes keine Sensation. "Die Chilenen spielen unangenehm und unorthodox. Wir haben das in dem Testspiel gesehen. Sie haben die Spanier beherrscht. Die südamerikanischen Mannschaft hier haben unglaubliche Qualität", so der 29-Jährige.

Als Profi des FC Arsenal war für den 29-Jährigen aber auch ein anderer Aspekt von Bedeutung, wie er mit einem Schmunzeln ergänzte. Nun habe wenigstens sein spanischer Mitspieler Santi Carzola "mehr Urlaub und ist fit für Arsenal. Das ist mir als erstes durch den Kopf gegangen".

Mertesacker selbst könnte am Samstag gegen Ghana der 13. Spieler mit 100 Einsätzen für Deutschland werden. "Darauf bin ich sehr stolz. Das hätte ich nicht erwartet. Es macht riesigen Spaß, dabei zu sein. Ich möchte mich voll einbringen und noch weitere Spiele machen - auch wenn ich schon langsam in die Jahre komme", sagte der Verteidiger.

Der erfahrene Profi kann sich gut in Bastian Schweinsteiger, Miroslav Klose oder Lukas Podolski, die bei der WM derzeit nur Ersatz sind, hineinversetzen.

"Man möchte natürlich unbedingt spielen. Das ist auch für den Konkurrenzkampf gut so. Aber erst einmal ist das wie ein Schlag, wenn man vorher eine Konstante war. Das ist eine ganz neue Erfahrung, wenn man nur noch ein kleiner Teil des großen Ganzen ist", sagte Mertesacker. Aber jeder müsse sich eben `"zurücknehmen, um den Teamerfolg nicht zu gefährden. Es können schnell Grabenkämpfe entstehen."

Die leichten Provokationen von Kevin-Prince Boateng ("Diesmal gewinnt Ghana") lassen Weidenfeller kalt: ""Ich kenne ihn noch aus Dortmund. Er hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen und möchte polarisieren. Er kann uns nicht provozieren. Wir ruhen in uns. Er hat ja im ersten Spiel auch nicht von Beginn an gespielt. Das sollte man nicht überbewerten."

Die Begeisterung mit Rekordquote und vollgepackten Fanmeilen gegen Portugal kommt beim Team an. "Wir sind natürlich stolz, die Massen zu bewegen. Das habe ich erstmals 2006 erlebt. Das tragen wir jetzt mit Stolz weiter. Da kriegt man Gänsehaut. Wir wissen die Unterstützung zu schätzen", bestätigt Mertesacker.

"Wir haben das nie gespielt und haben erst vor dem Armenien-Test ein Gefühl dafür bekommen. Wir sind auf die Verteidigung fokussiert, das war gegen Portugal wichtig. Das wollen wir beibehalten", sagte Mertesacker mit Blick auf Formation mit vier Innenverteidigern.

"Ich glaube schon, dass die Südamerikaner mit diesem Klima einen kleinen Vorteil haben. Die Schweizer haben es gegen Ecuador aber auch gezeigt. Mit Willen ist viel möglich", meinte Mertesacker zum möglichen Nachteil der Europäer.

Hier gibt es alles zum DFB-Team

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