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Gegen Algerien nicht dabei: Linksfuß Lukas Podolski © getty

Lukas Podolski fällt beim WM-Achtelfinale der deutschen Nationalmannschaft gegen Algerien verletzungsbedingt aus.

"Lukas Podolski wird am Montag nicht auflaufen können. Er hat muskuläre Probleme. Gestern war er mit unseren Ärzten beim Kernspin. Es ist eine Zerrung. Er muss zwei, drei Tage pausieren", erklärte Bundestrainer Joachim Löw.

Es sei ein großes Risiko, Podolski am Montag spielen zu lassen, ein Einsatz in einem möglichen Viertelfinale wäre jedoch kein Problem.

Auch Jerome Boateng ist angeschlagen. Der Münchner laboriert an einer leichten Reizung im Knie, absolvierte ein individuelles Programm, kann aber laut Löw am Montag definitiv spielen.

Löw warnte davor, Achtelfinal-Gegner Algerien auf die leichte Schulter zu nehmen: "Wenn man den Fokus vielleicht schon auf die nächste Runde richtet, dann macht mein einen riesengroßen Fehler. Jede Nachlässigkeit wird bestraft und kann in so einem Spiel das Aus bedeuten."

Vor dem K.O-Spiel am Montag sieht der Coach der DFB-Auswahl außerdem noch Verbesserungspotenzial in der Offensive.

"Wir hatten auch gegen die USA zwei, drei gute Möglichkeiten, uns schnell zu befreien nach Ballgewinnen, das haben wir versäumt. Dann ist mal der Pass zum Abschluss nicht gekommen, von daher betrifft das die gesamte Offensive. Auch die Chancenauswertung könnte besser sein", sagte Löw.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat sich bei derweil für einen Einsatz der Torlinien-Technik und des Freistoßsprays künftig auch in der Bundesliga ausgesprochen.

"Die Torlinien-Technologie hat sich bei dieser WM bewährt. Es gab zwei, drei Situationen, die vom menschlichen Auge wohl nicht erkannt worden wären. Auch die Schaum-Geschichte sehe ich total positiv", sagte Niersbach am Samstag im Quartier der deutschen Nationalmannschaft in Santo Andre.

Er befinde sich damit auch "im Einvernehmen" mit Liga-Präsident Reinhard Rauball.

Er sehe nicht die Gefahr, "dass die Schiedsrichter durch das Bücken einen Hexenschuss erleiden", sagte Niersbach mit einem Schmunzeln, um ernst anzufügen: "Diese ewige Schieberei bei einem Freistoß - hier ist Ruhe. Das ist eine erhebliche Erleichterung für die Schiedsrichter."

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