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DFB-Präsident Wolfgang Niersbach lobte das Miteinander von Profis und Amateuren
Wolfgang Niersbach versichert, dass der DFB seine Verprechen einlösen wird © getty

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird seine den Bewohnern von Santo Andre gegebenen Versprechungen erfüllen.

"Wir werden unsere Verpflichtungen alle einhalten. Darauf können sie die Bewohner von Santo Andre verlassen", sagte Wolfgang Niersbach am Samstag in der in der Nähe dieses 900-Einwohner-Dorfes, wo die DFB-Auswahl ihr WM-Quartier bezogen hat.

Dorfbewohner haben auf einem Fußball-Platz ein Plakat aufgehängt, auf dem übersetzt steht: "Wo ist der Platz?"

Bislang ist noch nicht einmal ein Viertel des Platzes fertiggestellt, weil offensichtlich kein Rasen mehr zur Verfügung steht.

"Wir protestieren, weil die Arbeit am Platz gestoppt wurde und es ist 15 Tage her ist, dass hier jemand gearbeitet hat. Wir befürchten, dass der Platz nicht fertiggestellt wird und dies bis zum Ende der WM so bleibt", sagte ein Dorf-Bewohner dem SID.

"Wir werden uns darum kümmern und garantieren, dass diese wie auch alle anderen Projekte fertiggestellt werden", sagte Nationalmannschaftssprecher Jens Grittner.

Teile der Bevölkerung haben offenbar die Befürchtung, dass die vom DFB zugesagten Gelder für die Gemeinde an der Atlantikküste in dunkle Kanäle verschwinden.

"Der Verband gibt das Geld und unterstützt uns. Aber wir wundern uns, wohin das Geld geht, denn der Platz wird nicht fertig", so die Meinung der Bewohner.

Niersbach sagte aber, dass man dafür Sorge tragen würde, dass dies nicht passiert.

Dank der Initiative der Nationalmannschaft, der DFB-Stiftung Egidius Braun, der Bundesliga-Stiftung und des Kindermissionswerks "Die Sternsinger" sollen neben dem Fußballplatz auch andere Dinge in Gang gebracht werden.

Unter anderem werden eine örtliche Schule und ein angegliederter Kindergarten in Santo Andre finanziell unterstützt.

Vor allem soll für eine pädagogische Nachmittagsbetreuung gesorgt werden, um allen Kindern des Dorfes bessere Zukunftschancen zu eröffnen.

Die Aktion in Santo Andre ist Teil der WM-Sozialkampagne des DFB, mit der unter dem Titel "Sonhos de Criancas" (Kinderträume) 15 Projekte vorrangig in den Spielstädten der deutschen Gruppe mit einer Gesamtsumme von 500.000 Euro finanziert werden.

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