vergrößernverkleinern
© imago

Nach Bundestrainer Joachim Löw hat auch DFB-Chefscout Urs Siegenthaler eindringlich vor Achtelfinal-Gegner Algerien gewarnt.

"Ich will das nicht überhöhen, aber ich erwarte, dass die Algerier so spielen, als ging es um ihr Leben. Die Algerier sind sehr stolz, wenn sie ihre Chance erkennen, werden Sie mit allen Mitteln versuchen, diese zu ergreifen. Wir müssen uns darauf gefasst machen, dass sie mit extremer Leidenschaft spielen werden", sagte Siegenthaler vor dem Spiel am Montag (22.00 Uhr MESZ) in Port Alegre im "DFB.de"-Interview.

Auch die Historie zeige, "dass wir aufpassen müssen. Bisher haben wir zweimal gegen Algerien gespielt, wir haben zweimal verloren. Auch 1982 waren wir großer Favorit, mit vielen großen Namen in unseren Reihen. Und die anderen gewinnen 2:1", fügte der Schweizer an.

Insgesamt habe er mit seinen Einschätzungen vor der WM "in zweierlei Hinsicht nicht recht gehabt: Erstens habe ich geglaubt, dass die Spiele nicht attraktiv sein würden. Dem war nicht so. Der Fußball war sehr, sehr attraktiv. Zum Zweiten bin ich davon ausgegangen, dass sich die Hitze auf die Intensität der Spiele auswirken würde. Das war nicht der Fall", sagte Siegenthaler.

Ausgedient hat für Siegenthaler auch der reine Ballbesitz-Fußball. "Der Ballbesitz muss kombiniert werden mit dem klaren Ziel, auch zum Abschluss zu kommen. Ballprogression, diese Art des Fußballs wird erfolgreich sein", betonte er.

Spanien oder Barcelona hätten den Fußball lange dominiert. Fakt sei aber, so Siegenthaler weiter:

"Darauf haben die anderen Teams reagiert. Diese Gegenreaktion war zu erwarten, und sie hat immer mehr Erfolg. Wenn wir über den Ballbesitzfußball reden, müssen wir Besitz von Progression unterscheiden. Ballbesitz nur um des Ballbesitzes Willen ist alleine nicht viel wert."

Hier gibt es alles zum DFB-Team

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel