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Thomas de Maiziere warnt vor dem Verfall in die Mittelmäßigkeit
Bundesinnenminister Thomas de Maiziere stellt sich hinter Wolfgang Niersbach © getty

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere hat die vor der WM in Brasilien eskalierte Auseinandersetzung zwischen Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger und seinem Nachfolger Wolfgang Niersbach als "völlig überflüssig" bezeichnet.

"Herr Niersbach hat sich nach den Vorwürfen von Herrn Zwanziger nur gewehrt. Meine Solidarität gilt daher dem jetzigen Präsidenten des DFB", sagte de Maiziere am Montag in Porto Alegre.

Vor allem kritisierte de Maiziere, der als Innenminister für den Sport zuständig ist, den Zeitpunkt der Debatte.

"Wenn man schon einen solchen Streit hat, sollte man ihn erstens intern und zweitens schon gar nicht zu diesem Zeitpunkt austragen", kritisierte der CDU-Politiker.

Zwanziger hatte die Vergütung Niersbachs nach dessen Wahl im Jahr 2012 moniert, nachdem der ehemalige DFB-Generalsekretär zum Präsidenten aufgestiegen war.

Die Aufwandsentschädigung eines DFB-Chefs liegt angeblich deutlich unter dem Gehalt eines leitenden Angestellten, zum Beispiel eines Generalsekretärs.

Zwanziger hatte erklärt, der Betrag der Aufwandsentschädigung für einen DFB-Präsidenten belaufe sich lediglich auf 20 Prozent des Generalsekretärgehalts.

Der DFB hatte Zwanziger danach ultimativ zum Rücktritt aus dem Exekutiv-Komitee des Weltverbandes FIFA aufgefordert.

"Das muss der DFB entscheiden, da sollte sich die Politik heraushalten", sagte de Maiziere.

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