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Christoph Kramer hatte vor der WM nicht einmal Bundestrainer Löw auf Zettel. Im vorläufigen 30-Mann-Kader war der Gladbacher jedenfalls nicht dabei. Erst nach dem Testspiel gegen Polen rutschte der 22 Jahre alte Durchstarter noch ins Aufgebot - als defensive Versicherung, wenn Schweinsteiger oder Khedira nicht fit geworden wären. Beim 2:1 im Achtelfinale gegen Algerien kam er zu seinem WM-Debüt. Privat dick befreundet mit Max Kruse - für den die Nationalelfkarriere zuletzt weniger glücklich lief
Kramer ersetzte in der Verlängerung Schweinsteiger © getty

Für Christoph Kramer von Borussia Mönchengladbach ging beim 2:1 n.V. im Achtelfinale gegen Algerien ein Traum in Erfüllung.

"Ich bin überglücklich, dass ich meine Minuten bekommen habe. Das ist für mich persönlich weltklasse und war total aufregend", sagte der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler nach seinem ersten WM-Einsatz für die deutsche Nationalmannschaft freudestrahlend.

Kramer war von Bundestrainer Joachim Löw in der 109. Minute für den von Krämpfen geplagten Bastian Schweinsteiger eingewechselt worden.

Kurz vor Schluss hatte der Gladbacher in seinem dritten Länderspiel sogar die große Chance, für die Entscheidung zu sorgen, scheiterte aber an Algeriens Torwart Rais Mbolhi.

"Ich habe auf den letzten Metern den Mut verloren. Das war nur noch ein Schüsschen", räumte Kramer offen ein. Dabei habe er es "eigentlich drauf, den Ball zu lupfen".

Ob er sich nun für das Viertelfinale am Freitag in Rio de Janeiro gegen Frankreich eventuell sogar Hoffnungen mache, für den angeschlagenen Schweinsteiger von Beginn an zu spielen?

"Wenn die Krämpfe bei ihm noch vier Tage anhalten, mache ich mir Hoffnungen", antwortete Kramer mit Humor.

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