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Klaus Augenthaler bestritt insgesamt 27 A-Länderspiele für Deutschland © getty

Der ehemalige Nationalspieler und Weltmeister von 1990, Klaus Augenthaler, traut der deutschen Nationalelf bei der WM in Brasilien den Einzug ins Finale zu.

"Ich habe bei dieser WM noch keine Mannschaft gesehen, die über alle Spiele hinweg konstant war - außer den Deutschen", sagte Augenthaler nach dem 1:0 des DFB-Teams im Viertelfinale gegen Frankreich zu SPORT1.fm.

"Es hat mich schon überrascht, dass Per Mertesacker nicht in der Anfangself stand", sagte der 56-Jährige, nachdem Bundestrainer Joachim Löw den Arsenal-Profi erstmals bei diesem Turnier draußen gelassen hatte.

"Aber wenn ich dann sehe, wie er auf der Bank sitzt, die anderen anfeuert und ihnen die Wasserflaschen reicht, zeigt mir das, dass die deutsche Truppe eine Einheit ist. Und das wird uns auch ins Finale bringen", so Augenthaler weiter.

Den Sieg gegen Frankreich wollte der langjährige Profi des FC Bayern indes nicht überbewerten.

"Die Franzosen haben nicht mehr eine solche Mannschaft wie zu Zeiten von Zinedine Zidane. Die deutsche Elf hatte sie über weite Strecken des Spiels im Griff, war nur in der zweiten Hälfte ab und an dann etwas zu nachlässig", sagte Augenthaler und fügte hinzu:

"Was mir etwas fehlt, ist die Schnelligkeit im Mittelfeld. Die Spieler versuchen alles spielerisch zu lösen. Natürlich sind sie ballsicher, aber manchmal würde ich mir da so einen wie Lothar Matthäus wünschen, der auch öfter mal in die Eins-gegen-Eins-Situation gegangen ist."

Im Halbfinale gegen Gastgeber Brasilien würde er Philipp Lahm zudem gerne wieder auf der Rechtsverteidiger-Position sehen, so der gebürtige Niederbayer.

Das komplette Interview gibt's hier:

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