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Wolfgang Niersbach würde den "Kaiser" beim Halbfinale und Finale gerne vor Ort sehen © getty

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach glaubt an den Gewinn des WM-Titels.

Im Team herrsche eine "Stimmung wie 1990. Ich glaube, dass wir es schaffen können", sagte Niersbach vor dem WM-Halbfinale am Dienstag (ab 21.30 Uhr im LIVE-TICKER) in Belo Horizonte gegen Brasilien in einem Interview mit dem "Tagesspiegel" (Montagausgabe).

Per Mertesacker sei für ihn das beste Beispiel. "Er hat hier die ersten vier Spiele bestritten und könnte jetzt beleidigt sein, weil er im Viertelfinale nur auf der Bank saß.

Aber er ist einer der Ersten, der in einer Spielunterbrechung aufspringt und seinen Kollegen das Wasser reicht", sagte der DFB-Boss.

Die Bilanz von Bundestrainer Joachim Löw findet Niersbach schon jetzt meisterlich.

"In den letzten 31 Pflichtspielen hat es 28 Siege gegeben. Mit dieser Bilanz ist einem in der Bundesliga schon im Februar der Meistertitel sicher", sagte der 63-Jährige: "Was soll ein anderer Trainer noch besser machen?"

Mit Franz Beckenbauer, mit dem Niersbach auch persönlich befreundet ist, habe er gerade noch einmal über eine mögliche Reise zum Halbfinale oder Finale nach Brasilien gesprochen.

"Er hat mir erzählt, dass er bei unseren Spielen mit Deutschland-Fahne und Käppi vor dem Fernseher sitzt und sich vorher symbolisch über die Schulter spuckt. Aber er kommt nicht", sagte Niersbach.

In diesem Zusammenhang kritisierte er noch einmal die Umstände, unter denen die FIFA Beckenbauer wegen fehlender Kooperation vorläufig suspendiert hatte:

"Dass Franz einen formalen Fehler gemacht hat, darüber müssen wir nicht reden. Aber diese Reaktion zu diesem Zeitpunkt war einfach überzogen und respektlos."

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