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Marco Rodriguez (M.) leitete zuletzt Italien gegen Uruguay © getty

Er hat die Beiß-Attacke von Luis Suarez und damit den größten sportlichen Skandal dieser WM übersehen - dennoch darf der Mexikaner Marco Rodriguez am Dienstag das brisante Halbfinale zwischen Gastgeber Brasilien und Deutschland in Belo Horizonte (22.00 Uhr) leiten.

Der Weltverband FIFA teilte dem 40-Jährigen am Sonntagabend die Leitung des ersten Semifinals zu.

Zuvor war er seit der Partie zwischen Uruguay und Italien (0:1) am 24. Juni nicht mehr zum Einsatz gekommen. Rodriguez hatte den Biss des Uruguayers Suarez in die Schulter seines Gegenspielers Giorgio Chiellini übersehen.

Suarez wurde nachträglich für neun Spiele und vier Monate gesperrt.

Deutschland hat gute Erfahrungen mit dem Mexikaner. Er leitete 2010 das erste Gruppenspiel der DFB-Elf gegen Australien (4:0).

Auch mexikanische Schiedsrichter bei Weltmeisterschaften sind ein gutes Omen für Deutschland: Beim letzten WM-Triumph 1990 pfiff Codesal Mendez das Endspiel gegen Argentinien, gab für Deutschland den fraglichen Strafstoß zum goldenen Tor von Andreas Brehme und zeigte den Südamerikanern Pedro Monzon und Gustavo Dezotti Rot.

Auch Brasilien darf jedoch auf ein gutes Omen hoffen. Rodriguez pfiff vor zehn Jahren das Halbfinale der Copa America zwischen dem Rekordweltmeister und Uruguay, das die Brasilianer im Elfmeterschießen gewannen.

Anschließend siegten sie im Finale nach Elfmeterschießen gegen Argentinien, auch bei dieser WM der mögliche Endspiel-Gegner.

Rodriguez kam vor der Uruguay-Partie bereits beim Gruppenspiel zwischen Belgien gegen Algerien (2:1) zum Einsatz. Dort hatte er einen (berechtigten) Strafstoß für den späteren deutschen Achtelfinal-Gegner Algerien gegeben.

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