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Joachim Cast ist nicht mehr Sportlicher Leiter, bleibt aber bei den Kickers © imago

Die Schwaben nehmen bewusst einen Punktabzug in Kauf und treten den Gang in die Viertklassigkeit an.

Stuttgart - Die Stuttgarter Kickers stehen vorzeitig als Absteiger aus der Dritten Liga fest.

Die Schwaben kündigten bereits am Donnerstag an, eine Summe von 200.000 Euro, die sie aus dem Kautionsfond des DFB entnommen haben, nicht wie vorgesehen bis 15. Mai zurückzahlen zu wollen.

Diese Frist ist nun verstrichen. Damit werden den Kickers automatisch für die noch laufende Spielzeit drei Punkte abgezogen. Bei zwei noch ausstehenden Spielen hat der Klub folglich acht Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.

Man habe zunächst auf den Fonds zurückgegriffen, um die Zahlung von Löhnen und Gehältern zu gewährleisten, sagte Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum am Donnerstag.

Bis zum Spiel am Dienstag gegen den VfR Aalen (1:4) habe er noch fest an die Chance auf den Klassenverbleib geglaubt, und bei einem Sieg, versicherte er, "hätten wir das Darlehen fristgerecht zurückgezahlt". (zum Spielbericht: Haching und Fortuna nutzen Paderborns Patzer)

Kickers nehmen Punktabzug in Kauf

Nun aber verzichteten die Kickers aufgrund der sportlichen Aussichtslosigkeit auf die sofortige Begleichung der 200.000 Euro und nahmen einen Punktabzug (von 32 auf 29) in Kauf.

Die Stuttgarter planen einen Neuaufbau in der Regionalliga Süd, das aus dem DFB-Fond entnommene Geld müssen sie aber dennoch zurückzahlen. Die Kickers entschieden sich für die Option, die Summe in den kommenden fünf Jahren mit einer Verzinsung von fünf Prozent abzustottern.

Cast nicht mehr Sportlicher Leiter

Der Etat für die vierte Liga soll auf 1,6 Millionen Euro halbiert werden. Zudem teilte der Verein am Donnerstag eine personelle Änderung mit. Joachim Cast wurde vom Vorstand mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben als Sportlicher Leiter.

Der 41-Jährige wird allerdings weiter für den Verein arbeiten und sich um administrative Aufgaben kümmern.

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