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Düsseldorf hat nach dem Sieg in Aalen beste Karten im Aufstiegsrennen © getty

Düsseldorf ist nur noch einen Schritt vom großen Ziel entfernt. Entsprechend steigt die Euphorie im Rheinland.

Stuttgart - Überraschende Wende im Aufstiegskampf: Fortuna Düsseldorf kann nach zehn Jahren in der Dritt- und Viertklassigkeit am letzten Spieltag die Rückkehr in die Zweite Liga aus eigener Kraft perfekt machen.

Exakt 30 Jahre nach der Teilnahme an ihrem bislang einzigen Europapokalfinale eroberte die Fortuna durch ein 2:1 (1:1) beim VfR Aalen am 37. Spieltag mit 66 Punkten den zweiten direkten Aufstiegsplatz von der SpVgg Unterhaching, die 3:4 (2:3) beim Abstiegskandidaten Carl Zeiss Jena unterlag (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Das ist die bestmögliche Ausgangsposition, jetzt haben wir es in der Hand. Aber ich warne davor, schon vom Aufstieg zu sprechen. Unser letzter Gegner muss noch für den Klassenerhalt punkten", sagte Fortunas Trainer Norbert Meier.

40.000 Fans erwartet

Ein Sieg im abschließenden Spiel gegen Werder Bremen II würde den Rheinländern den Aufstieg sichern.

Düsseldorfs Torjäger Marco Christ sagte: "Ich hoffe, dass wir mit mindestens 40.000 Zuschauern am Ende eine geile Party feiern können."

Und Manager Wolf Werner fordert, den zweiten Rang "mit Händen und Füßen" zu verteidigen.

Paderborn spekuliert auf Relegation

Haching (64) fiel sogar auf den vierten Tabellenplatz zurück und ist am Samstag auf Patzer der Konkurrenten angewiesen.

Neuer Dritter und damit Favorit auf den Einzug in die Relegationsspiele am 29. Mai und 1. Juni ist der SC Paderborn (65). (SPIELBERICHT: Fortuna vor Aufstieg - Haching patzt)

Drei Tage nach der Entlassung von Trainer Pawel Dotschew landeten die Ostwestfalen mit Nachfolger Andre Schubert auf der Bank einen 6:0 (4:0)-Kantersieg gegen Wacker Burghausen.

Bangen im Keller

Im Tabellenkeller müssen noch fünf Vereine bangen, zwei Abstiegsplätze sind noch nicht fest vergeben.

Jena sowie Werder II (jeweils 40) mit dem 2:0 gegen Absteiger Stuttgarter Kickers waren die großen Gewinner des 37. Spieltages.

Das Duo zog an Aalen (39) vorbei, das trotz einer guten Leistung auf den ersten Abstiegsplatz abrutschte.

Wacker Burghausen (37) kann in Unterhaching nur ein kleines Fußball-Wunder vor dem Absturz in die Viertklassigkeit retten.

Jahn Regensburg (42) ist trotz der 1:3-Niederlage bei Dynamo Dresen so gut wie gerettet. Der Wuppertaler SV (44) sicherte sich den Klassenerhalt vorzeitig durch ein 1:0 gegen Erzgebirge Aue.

Union zelebriert Titel-Übergabe

Union Berlin, das bereits als Aufsteiger feststeht, kam nicht über ein 1:1 gegen Rot-Weiß Erfurt hinaus, versprühte unter dem Jubel der 6000 Fans am Ende dennoch Sekt und feierte die Übergabe des Pokals für die Drittliga-Meisterschaft.

Trainer Uwe Neuhaus blieb gelassen: "Wir wissen das ja schon ein paar Tage."

Emotionen pur gab es dagegen bei den Düsseldorfern. Auf den Tag genau 30 Jahre nach dem 3:4 nach Verlängerung im Pokalsiegercup-Finale gegen den FC Barcelona brachte Deniz Kadah (72.) die 5000 mitgereisten Anhänger in Aalen zum Jubeln. Das 1:0 der Gäste durch Kapitän Andreas Lambertz (14.) hatte Steffen Bohl (26.) ausgeglichen.

Paderborn wie aus einem Guss

In Paderborn spielten die Gastgeber nach dem frühen 1:0 durch Jovan Damjanovic (8.) vor 7650 Zuschauern befreit auf und degradierten Wacker zu einem Sparringspartner. Sven Krause (12.), Damjanovic (23.), Toni Wachsmuth (30.) und Sercan Güvenisik (75./80.) erzielten die weiteren Treffer.

Jena legte durch ein Foulelfmeter-Tor von Torsten Ziegner (4.) einen Blitzstart hin.

Salvatore Amirante (9.) erhöhte auf 2:0, dann drehte Haching auf und kam nach dem 1:2 von Timo Nagy (28.) durch das 20. Saisontor von Anton Fink (36.) zum Ausgleich. Andre

Schembri (44.) schlug für Carl Zeiss noch vor der Pause zurück, in der 67. köpfte Sebastian Hähnge das 4:2. Robert Zillner (88.) konnte für Haching nur noch verkürzen.

"Leider Gottes sind wir Verlierer eines Spiels, das keinen Verlierer verdient gehabt hätte", sagte ein Gäste-Coach Ralph Hasenhüttl.

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