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Düsseldorfs Jovanovic (M.) und Heidinger (r.) wollen den Aufstieg perfekt machen © getty

Die Fortuna kann den Aufstieg gegen Werder II aus eigener Kraft schaffen. Auch im Tabellenkeller geht es ganz eng zu.

Von Christian Stüwe

München - Im Aufstiegskampf der Dritten Liga ist vor dem letzten Spieltag pure Dramatik angesagt.

Durch den Patzer von Unterhaching in Jena in der vergangenen Woche sind die verbliebenen Aufstiegsaspiranten hinter dem feststehenden Meister Union Berlin eng zusammengerückt.

Und die besten Karten für den direkten Wiederaufstieg hat auf einmal Fortuna Düsseldorf in der Hand (SPIELBERICHT: Fortuna vor Aufstieg - Haching patzt).

Mit 66 Punkten belegt der Traditionsklub den zweiten Platz und hat gegen die abstiegsbedrohte Zweitvertretung von Werder Bremen (Sa., ab 13.15 Uhr LIVE) einen Matchball zum direkten Aufstieg.

Zuschauerrekord in Düsseldorf

Die Euphorie in Düsseldorf scheint keine Grenzen zu kennen.

51.500 Zuschauer werden am Samstag das Spiel in der ausverkauften Arena verfolgen - ein neuer Zuschauerrekord für die Dritte Liga.

"Das ist der Wahnsinn", freut sich Trainer Norbert Meier: "Die Leute warten darauf, dass die Fortuna in die Zweite Liga zurückkehrt."

Meier will die Fans nicht enttäuschen: "Nun besteht die Möglichkeit, den Aufstieg zu packen. Wir wollen das unbedingt."

Diego in Düsseldorf nicht spielberechtigt

In Düsseldorf wurde bereits darüber spekuliert, ob die Bremer, für die es bekanntlich in der Bundesliga um nichts mehr geht, den einen oder anderen Topstar aus der ersten Mannschaft mitbringen könnten(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Doch die Befürchtung, dass etwa Diego, Naldo oder Torsten Frings in Düsseldorf auflaufen könnte, erwies sich als unbegründet.

Den strengen Regeln des DFB zu Folge wäre lediglich Aaron Hunt aus der ersten Mannschaft der Bremer spielberechtigt.

Hasenhüttl nicht besonders optimistisch

Auch Unterhaching (64 Punkte) will unbedingt aufsteigen, doch nach der 3:4-Niederlage in Jena in der vergangenen Woche sind die Chancen deutlich gesunken.

"Mehr als zehn bis 15 Prozent sind das leider nicht", sagt Trainer Ralph Hasenhüttl über die Restchance: "Ich tue mich schwer damit, dass unsere Aufholjagd in dieser Saison nicht gekrönt wird."

So ganz hat der Coach der Bayern den Aufstieg aber noch nicht abgeschrieben: "Vielleicht meint es das Schicksal ja doch noch gut mit uns."

Paderborn mit dem besseren Torverhältnis

Vorraussetzung wäre ein Sieg der Hachinger gegen den VfR Aalen sowie eine Niederlage von Düsseldorf.

Auch um den Relegationsplatz zu erobern, müssten die Hachinger siegen und auf eine Niederlage des SC Paderborn spekulieren, da der SCP auf Rang drei ein um 17 Tore besseres Torverhältnis hat.

Paderborn tritt auswärts beim abgeschlagenen und bereits abgestiegenen Tabellenschlusslicht Stuttgarter Kickers an. Eine lösbare Aufgabe also.

Krösche fehlt gelbgesperrt

Der neue Trainer Andre Schubert will gewinnen und dann "sehen, was dabei herauskommt". In diesem Fall wäre zumindest der Relegationsplatz sicher.

Verzichten muss Schubert allerdings auf den gelbgesperrten Kapitän Markus Krösche.

Spannung auch im Tabellenkeller

Noch enger ist die Situation im Keller. Zwar stehen die Stuttgarter Kickers (29) bereits als Absteiger fest, und Wacker Burghausen hat mit 37 Punkten und dem mit Abstand schlechtesten Torverhältnis nur noch theoretische Chancen.

Doch für den dritten Abstiegsplatz kommen mit (39), Jena (40), Werder II (40) und Jahn Regensburg (42) noch vier Teams in Frage.

Aalen (Unterhaching) und Werder II (Düsseldorf) stehen dabei vor schweren Aufgaben. Jena (Sandhausen), Burghausen (Stuttgart II) und Regensburg (Braunschweig) spielen hingegen gegen Mannschaften, für die es um nichts mehr geht.

Es scheint also auch nicht unwahrscheinlich, dass im Keller die Tabelle noch einmal durchgewürfelt wird.

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