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Die Fortuna-Spieler bejubeln mit ihren Fans das 1:0 gegen Bremens Reserve © getty

Neben Union Berlin steigt auch die Fortuna direkt auf. Paderborn erreicht die Relegation, Aalen und Burghausen steigen ab.

München - Mit der Rückkehr in die zweite Liga nach zehn Jahren Tristesse hat Fortuna Düsseldorf für Karnevals-Glückseligkeit im Mai am Rhein gesorgt.

Vor der Rekordkulisse von 50.095 Fans reichte den Fortunen am 38. Spieltag ein 1:0 (1:0) gegen Werder Bremen II, um sich Aufstiegsplatz zwei hinter Drittliga-Champion Union Berlin (2:3 bei Kickers Emden) zu sichern.

Das vielumjubelte Siegtor erzielte Marco Christ bereits in der 12. Minute. ad

"Fantastisches Publikum"

"Wir stehen am Ende oben und haben deshalb den Aufstieg verdient. Der Glaube der Mannschaft an sich selbst ist mit jedem Spiel gewachsen", bilanzierte Fortuna-Trainer Norbert Meier gewohnt besonnen.

Die Bremer spielen dagegen trotz der Niederlage auch in der nächsten Saison in der dritten Liga. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Durch die Patzer der Konkurrenz sicherte sich das Team des ehemaligen Bundesliga-Profis Thomas Wolter den Klassenerhalt.

Paderborn erreicht Relegation

Der SC Paderborn kann über die Relegation noch den Aufstieg schaffen. Die Ostwestfalen setzten sich beim Absteiger Stuttgarter Kickers mit 3:0 (1:0) durch und behaupteten damit den dritten Tabellenplatz.

Am 29. Mai treffen die Paderborner im Relegations-Hinspiel auf den Tabellen-16. der 2. Liga. Das Rückspiel findet am 1. Juni statt, wobei der Zweitligist Heimrecht hat.

Der Gegner der Paderborner wird am letzten Zweitliga-Spieltag am Sonntag ermittelt.

Dagegen sind Ex-Zweitligist Wacker Burghausen und der VfR Aalen künftig nur noch viertklassig.

"Eine riesige Aufgabe

Weit nüchterner fiel die Freude beim SC Paderborn darüber aus, die fast schon verspielte Comeback-Chance für die Zweitklassigkeit gewahrt zu haben.

"Mit zwei Siegen in den letzten zwei Spielen haben wir unsere Möglichkeiten ausgeschöpft", erklärte Interimscoach Andre Schubert.

"Mit der Relegation wartet eine riesige Aufgabe auf uns. Aber wir haben eine junge Mannschaft von hoher Qualität und keine Angst."

Trauer in Unterhaching

Weil sich Düsseldorf (69 Punkte) und Paderborn (68) keine Ausrutscher leisteten, blieben für die letztlich viertplatzierte SpVgg Unterhaching (67) der 2:1 (1:0)-Sieg über Aalen und der 21. Saisontreffer des ersten Torschützenkönigs der dritten Liga, Anton Fink (75.), wertlos.

Die Aalener (39), die Hachings Führung von Milan Susak (37.) zwischenzeitlich durch Steffen Bohl (56.) egalisiert hatten, waren nach der 15. Saison-Pleite nicht mehr zu retten.

"Wir werden sicher eine gewisse Zeit brauchen, um die Enttäuschung des heutigen Tages zu verarbeiten", sagte Hachings Coach Ralph Hasenhüttl.

Burghausen steigt ab

Wacker Burghausen hatte nach dem 2:1 (0:1) über VfB Stuttgart II am Ende wie Bremen II 40 Punkte auf dem Konto, muss aber wegen der klar schlechteren Tordifferenz (minus 25 gegenüber minus 9) neben Aalen und Schlusslicht Stuttgarter Kickers (29) den Weg in die Regionalliga antreten.

Dagegen entkam Zweitliga-Absteiger Carl Zeiss Jena (41) nach insgesamt komplett verkorkster Saison noch dem Durchreichen in die Regionalliga, weil beim SV Sandhausen nach 0:2-Halbzeitrückstand dank Treffern von Salvatore Amirante (49.) und Andre Schembri (53.) eine Aufholjagd zum 2:2 gelang.

"Wir sind mit Schlagseite in den Hafen eingelaufen. Jetzt braucht das ganze Boot eine Generalüberholung", kommentierte Regisseur Torsten Ziegner im Jubel von 3000 mitgereisten Jena-Fans die Lage kritisch.

Regensburg bleibt drin

Jahn Regensburg (45) entledigte sich mit einem 2:0 (1:0)-Sieg über Eintracht Braunschweig der letzten Abstiegsängste.

Die zwischenzeitlich auch in Not geratenen Dresdner Dynamos feierten sich nach dem 1:1 (0:0) beim alten Rivalen Erzgebirge Aue als Tabellenneunten und bestes Fußball-Team Sachsens.

Unter Trainer Mehmet Scholl blieb Bayern München II beim 1:1 (1:1) gegen Kickers Offenbach auch im fünften Spiel ungeschlagen.

Und Rot-Weiß Erfurts künftiger Trainer Rainer Hörgl sah sich das 2: 2 (2:2) seiner Männer gegen den Wuppertaler SV als Tribünengast an.

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