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Ken Reichel kam 2007 vom Hamburger SV nach Braunschweig © getty

Die fußballfreie Zeit ist vorbei! Zum Auftakt der Saison triff Braunschweig auf Osnabrück. Die Saisonziele sind unterschiedlich.

Hamburg - Die einen hoffen auf den sofortigen Wiederaufstieg, die anderen auf die erfolgreiche Fortsetzung des Konsolidierungskurses.

Das Niedersachsen-Derby zwischen den Traditionsvereinen Eintracht Braunschweig und VfL Osnabrück zum Auftakt der Saison (Spielplan) am Samstag (ab 14 Uhr LIVESCORES) kommt beiden Klubs als erster Gratmesser für die gesteckten Ziele gerade recht.

"Wir wissen, dass es gleich im ersten Spiel richtig zur Sache geht. Die Mannschaft ist heiß", sagt Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht.

"Das wird ein sensationelles Spiel vor einer sensationellen Kulisse."

VfL fühlt sich geehrt

Doch auch bei Zweitliga-Absteiger Osnabrück will man die Premiere in der Dritten Liga nicht vermasseln.

Schließlich sind die Erwartungen an die Mannschaft des neuen Trainers Karsten Baumann groß.

"Wir werden von vielen als Aufstiegsfavorit gesehen, und natürlich ehrt uns das. Aber wir wissen auch, wie schwer die Saison werden wird, weil sich die neuformierte Mannschaft noch erst finden muss", sagt der frühere Bundesligaprofi, dem als Nachfolger von Claus-Dieter Wollitz nur vier Spieler aus der vergangenen Saison erhalten blieben.

Symbolfigur Reichenberger

Einer aus dem Quartett der Verbliebenen ist Mannschaftskapitän Thomas Reichenberger.

Der 34 Jahre alte Angreifer traut dem Team trotz des großen Umbruchs einen Aufstiegsplatz zu.

"Es wird eine große Aufgabe, aber die Mannschaft hat das Zeug dazu, ganz oben mitzuspielen", sagt der Routinier, der von seinem Trainer die eindeutige Führungsrolle im Team erhalten hat. "

Er ist eine der Symbolfiguren des VfL", sagt Baumann.

Rahmenbedingungen geschaffen

Mit einem Gesamtetat von 6,7 Millionen Euro, davon rund 3 Millionen für den Lizenzspieler-Bereich, haben die Osnabrücker die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Saison geschaffen.

"Der Abstieg war zwar bitter, aber wir hatten für diesen Fall auch einen Plan B in der Schublade", erklärt Klubchef Dirk Rasch, der das Aufstiegsrennen völlig offen sieht.

"Mit ist klar, dass es oben ganz eng zugehen wird. Ich sehe neun Mannschaften, die bis zum letzten Spieltag um die begehrten Plätze kämpfen werden."

Braunschweig auf Sparkurs

Als Anwärter auf einen Aufstiegsrang sieht man sich in Braunschweig dagegen nicht. Trainer Lieberknecht hat "einen einstelligen Tabellenplatz" als Saisonziel ausgegeben.

Im dritten Jahr der Drittklassigkeit soll das Team weiter behutsam aufgebaut werden - in einem finanziellen Rahmen, der gegenüber der Vorsaison noch einmal gesenkt wurde (Personaletat 2,8 Millionen Euro).

Mit fünf Neuzugängen wurde Mannschaft denn auch nur punktuell verstärkt, während insgesamt zehn Spieler den Verein verlassen mussten.

17.000 Zuschauer erwartet

Gegen Osnabrück rechnet sich die Eintracht dennoch etwas aus.

"Wir haben die Osnabrücker mehrfach beobachtet und wissen über die Stärken und Schwächen des VfL Bescheid. Es wird kein Abtasten geben, es geht von Anfang an volles Brett", sagt der Coach.

Unterstützung von den Rängen ist dem Meister von 1967 dabei sicher. Mindestens 17.000 Zuschauer werden zur der Partie im Stadion an der Hamburger Straße erwartet.

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