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Mehmet Scholl bestritt 334 Bundesligaspiele für den FC Bayern und erzielte 87 Tore © getty

Trotz des Fehlstarts in die Dritte Liga trauen die Verantwortlichen des FC Bayern dem Ex-Profi weiterhin den Umschwung zu.

Von Robert Gherda

München - Jobgarantie für Mehmet Scholl:

Der Trainer von Bayern München II darf trotz des Absturzes auf den letzten Tabellenplatz der 3. Liga weitermachen.

Die Reserve des Rekordmeisters ist nach fünf Spieltagen noch sieglos und stellt mit 13 Gegentreffern die Schießbude in Liga drei.

Das 2:4 beim Aufsteiger 1. FC Heidenheim am fünften Spieltag bildete einen neuen Tiefpunkt. (DATENCENTER: Dritte Liga)

"Das ist einfach nicht der Anspruch, den der FC Bayern stellt", sagte der Coach nach der dritten Pleite der laufenden Saison.

Gerland bei Krisensitzung dabei

Am Sonntagvormittag gab es eine erste Krisensitzung, an der auch Scholls Vorgänger Hermann Gerland teilnahm, inzwischen Co-Trainer von Louis van Gaal.

Doch an einen Trainerwechsel denken die Verantwortlichen überhaupt nicht - im Gegenteil:

Scholl genießt das volle Vertrauen, wie Bayern-Nachwuchschef Werner Kern der "Bild" bestätigte.

"Mehmt bleibt unser Coach"

"Mehmet Scholl bleibt unser Coach für die U 23", sagte Bayern-Nachwuchschef Werner Kern.

"In unserer Sitzung war Hermann auch deshalb dabei, weil er ja das Nachwuchsteam sehr gut kennt. Natürlich ist die Lage ernst, wir sind geschockt. Aber wir müssen jetzt Ruhe bewahren."

Scholl mache seine Sache prima, an ihm liege es nicht, erklärte Kern.

Scholl verzweifelt

Der Ex-Profi selber ist nach dem Fehlstart tief frustriert. "Immer wieder werden wir von der Aggressivität der Gegner überrascht", sagte Scholl, nachdem sein Team erneut früh in Rückstand geriet.

"Und unter Druck macht die Mannschaft die einfachsten Dinge falsch oder gar nicht."

Für die nächsten Partien fordert der Coach nun mehr Kampf und Leidenschaft: "Das sind Grundelemente, da sage ich: Um Gottes Willen, da hätte ich nicht gedacht, dass ich daran noch arbeiten muss."

Erst einmal in Rage, legt Scholl noch einmal nach: "Es ist paradox. Wir stehen auf dem letzten Tabellenplatz und einige träumen weiter von der Bundesliga. Herrschaften, diese Träume sind fehl am Platz."

Auch der Einsatz der Profis Alexander Baumjohann und Andreas Görlitz half in Heidenheim nichts.

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